4 Millionen Euro für europäisches Projekt zur Verbesserung der Funknetze

Österreichische Forschungseinrichtungen starten MASCOT

Wien (OTS) - Dem ftw. und dessen Partnern ist es gelungen, ein weiteres europäisches Forschungsprojekt zu initiieren. Das Projekt "MASCOT - Multiple-Access Space-Time Coding Testbed" zielt auf die Kapazitätssteigerung für Funknetze der dritten und vierten Generation ab und startet im 6. Rahmenprogramm der Europäischen Kommission. Die wissenschaftliche Leitung des Projekts liegt in österreichischer Hand, unter der Gesamtleitung des ftw. und federführender Beteiligung der TU Wien. MASCOT widmet sich der Entwicklung von neuartigen Funkübertragungssystemen, welche mithilfe mehrerer Sende- und Empfangsantennen (sogenannte MIMO-Technologie) mehrere Benutzer gleichzeitig mit hohen Datenraten versorgen sollen. Über drei Millionen Euro stellt die europäische Kommission den Projektpartnern über eine Laufzeit von drei Jahren für die gemeinsame Forschung zur Verfügung. Etwa eine Million Euro wird zusätzlich von den außer-universitären Forschungszentren und von Nokia in das Projekt investiert. Die insgesamt sieben Forschergruppen aus Helsinki, Turin, Zürich, Barcelona, Berlin und Wien, treffen sich am 19. Jänner am ftw. zum Arbeitsauftakt.

"MASCOT zielt auf Verbesserungen der Datenrate und Latenzzeiten in Funknetzen ab", erklärt Dr. Mecklenbräuker. Besonderer Wert wird auf die anwendungsorientierte Forschung gelegt. Das oberste Projektziel ist die Entwicklung, Analyse und Implementierung mehrbenutzerfähiger MIMO (Multiple-Input Multiple-Output) Funksysteme. MIMO Funksysteme verwenden Antennengruppen statt Einzelantennen zur Übertragung. Schlüsselfragen betreffen die Codierung der Sendesignale für Antennengruppen und die Algorithmen zur Verarbeitung der Empfangssignale. Prof. Dr. Gerald Matz vom Institut für Nachrichtentechnik und Hochfrequenztechnik an der TU Wien zeichnet für die inhaltliche Ausrichtung der algorithmischen Forschung verantwortlich. "Leistungsfähige und recheneffiziente Algorithmen gehören zum Herzstück jedes zukünftigen Funkgerätes", prognostiziert Dr. Matz, "denn sie sind notwendig, um den Endbenutzern hochratige Dienste zur Verfügung zu stellen und gleichzeitig hohe Batterielebensdauern zu gewährleisten".

Die MASCOT Partner sind: die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich, das Forschungszentrum Telekommunikation Wien (Koordinator), das Fraunhofer Institut Nachrichtentechnik Heinrich-Hertz-Institut, die Fundació Barcelona Media Universitat Pompeu Fabra, Nokia Corporation, Politecnico di Torino und die Technische Universität Wien.

Das ftw. ist eine kooperative Forschungs- und Entwicklungseinrichtung auf dem Gebiet der Telekommunikation. Wichtigstes Ziel des ftw. ist die Stärkung der Innovationskraft und der Wettbewerbs-fähigkeit der Partner sowie des Technologiestandortes Wien durch die Bündelung und den weiteren Ausbau vorhandenen Wissens.

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