Postgewerkschafter Hobek: Postler werden Opfer der Parteipolitik

Protestmarsch ist gut, wird aber nicht reichen, um Privatisierung zu verhindern

Wien (OTS) - "Die 27.000 Beschäftigten der Post werden allein gelassen und immer mehr zum Spielball der Parteipolitik," erklärte Robert Hobek, Vorsitzender des GLB-Post und Mitglied des Zentralvorstands der Postgewerkschaft.

"Alle Parlamentsparteien - nicht nur die Regierung, sondern auch Sozialdemokraten und Grüne - haben sich mehr oder weniger deutlich für die Privatisierung ausgesprochen. Erst vor wenigen Tagen der Grüne Bundessprecher, Van der Bellen, und kurz darauf auch Hannes Androsch von der SPÖ. Niemand von diesen Herren denkt über den mit einer Privatisierung unweigerlich verbundenen Arbeitsplatzverluste, die Steigerung des Leistungsdrucks auf die verbleibenden KollegInnen und die Verschlechterung des Dienstleistungsangebots nach. Eine strikte Ablehnung des Verkaufes des Unternehmens, für dessen Erhalt die Kollegen und Kolleginnen in den letzten Jahren immer wieder Opfer bringen mussten, kommt nur seitens der KPÖ", so Hobek.

Hobek weiters: "Für mich als gewählter Vertrauensmann ist eine Selbstverständlichkeit, den Protestmarsch der Postgewerkschaft zu unterstützen. Aber das wird nicht reichen, um die Privatisierung zu stoppen." Soll der Marsch nicht nur zum "Dampfablassen" und für eine parteipolitische Profilierung der SPÖ dienen, so müsste sich die Gewerkschaftsführung an die Kollegen und Kolleginnen wenden, und über wirksame Kampfmaßnahmen beraten. "Der Gewerksckaftliche Linksblock wird sich konstruktiv und solidarisch an allen Aktionen zur Verteidigung der Post beteiligen. Er wird aber auch Kritik üben, wo sich die Position der Gewerkschaftsspitzen als inkonsequent und unglaubwürdig herausstellt", so Hobek.

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