Wagenhofer: Energiegewinnung aus landwirtschaftlichen Produkten

Wien (OTS) - "Viel hat sich die Bundesregierung und speziell die ÖVP für den EU-Vorsitz vorgenommen", meinte heute der Obmann der Freiheitlichen Bauernschaft Horst Wagenhofer. "Neben teuren Banketten soll auch etwas für die EU getan werden, um deren Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen und die Arbeitslosenrate rapide zu senken, nimmt man sich vor."

"In all den von mit Hochmut vollgespickten angekündigten Taten als EU Rats-Vorsitzender spricht weder Bundeskanzler Schüssel noch Minister Pröll die Probleme der heimischen Landwirtschaft an", kritisierte Wagenhofer. "Dabei würde sich gerade jetzt, wo der Ölpreis derart in die Höhe gestiegen ist, das Erdgas nicht gerade zu hundert Prozent abgesichert ist, die Energie, die auf unseren Böden und in unseren Wäldern heranwächst, zur Nutzung anbieten. Wir Landwirte wurden in unseren finanziellen Möglichkeiten ordentlich vom EU-Beitritt durchgebeutelt. Über 70.000 Betriebe gaben bereits auf, dabei ist nicht abzuschätzen, wie viele noch, frustriert und enttäuscht von ihrer sogenannten Standesvertretung, in nicht all zu langer Zeit das Handtuch werfen werden."

Mehrer Möglichkeiten würden sich anbieten, nicht nur aus heimischen landwirtschaftlichen Produkten Energie zu gewinnen, sondern dabei auch nachhaltig die Umwelt zu schützen, meinte Wagenhofer. "Jetzt wäre es unbedingt notwendig, die richtigen und dafür maßgeblichen Schritte zu setzen, den heimischen Landwirt nicht nur als billiges Stimmvieh für Wahlen zu sehen, sondern ihm die Chance zu geben, neben Landschaftserhalter und Lebensmittelproduzent, auch als Energieproduzent und Energie-Lieferant den Weg in die Zukunft zu ebnen. Schon einmal wurde ein durchaus für die Zukunft machbares und beispielhaftes Projekt, Biodiesel aus Raps, gestoppt und schubladisiert. Machen wir nicht wieder den Fehler und vernichten durch Nichtstun oder zu spätes Reagieren tausende Arbeitsplätze und fördern dabei das Abwandern von den heimischen Höfen. Handeln ist gefragt - für unser Österreich, für unsere Bevölkerung und unsere Landwirte!"

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