ÖGB: Privatisierungswahn führt zu Jobverlusten

Leitender Sekretär im ÖGB, Dr. Richard Leutner: Seit 1998 um rund 7.500 Arbeitsplätze weniger

Wien (ÖGB) - "Innerhalb von sieben Jahren haben Privatisierungen von im Eigentum der Republik Österreich stehenden Unternehmen dazu geführt, dass es rund 20 Prozent weniger Beschäftigte in diesen Unternehmen gibt. Rund 7.500 Jobs sind dadurch seit 1998 verloren gegangen", stellt Richard Leutner, Leitender Sekretär im ÖGB, in Zusammenhang mit der aktuellen Diskussion um den geplanten Börsegang der Post fest.++++

Für den ÖGB sei der Ausverkauf und das Verscherbeln österreichischen Eigentums der falsche Weg und eine verfehlte Wirtschaftspolitik, kritisiert Leutner. Vor allem sei diese Politik kurzsichtig, da der Verkauf profitabler Unternehmen lediglich einen Einmaleffekt zum Stopfen von Budgetlöchern bringe. Nutznießer sind in erster Linie die neuen Eigentümer und Aktionäre, die sich Jahr für Jahr über beachtliche Dividenden freuen dürfen, während für die Republik Österreich diese Gewinne zur Finanzierung staatlicher Aufgaben ein für alle Mal verloren sind.

Die ständig verabreichten Beruhungspillen der Bundesregierung an die Beschäftigten, dass durch die Privatsierung keine Arbeitsplätze verloren gingen, führen sich ad absurdum. Seit 1998 sind auf Grund von Privatisierungen nicht weniger als 7.500 Jobs verloren gegangen. Das heißt, dass in den heutigen privat geführten Unternehmen um rund 20 Prozent MitarbeiterInnen weniger beschäftigt sind, als zum Zeitpunkt, wo diese Unternehmen noch im Besitz der Republik Österreich waren. (ew)

ÖGB, 18. Jänner
2006
Nr. 25

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