WdF: Manager mit Corporate Governance Kodex zufrieden

Mehrheit für Freiwilligkeit der Offenlegung von Vorstandsgehältern

Wien (OTS) - Mit dem Österreichischen Corporate Governance Kodex wurde einem internationalen Standard entsprechendes Regelwerk für die verantwortungsvolle Führung und Leitung von börsenotierten Unternehmen in Österreich geschaffen. Die im Jänner 2006 in Kraft getretene Änderung des Corporate Governance Kodex schreibt nun eine verpflichtende Veröffentlichung der Gesamtbezüge des Vorstands vor. Das Wirtschaftsforum der Führungskräfte (WdF) als größte unabhängige Interessensvertretung der heimischen Manager wollte von seinen Mitgliedern wissen, ob sie mit den Empfehlungen des Corporate Governance Kodex punkto Gehaltsoffenlegung zufrieden sind. Es wurden 2.600 Führungskräfte befragt.

Auf die Frage: "Im neuen Corporate Governance Kodex wurde festgelegt, dass die Offenlegung der Vergütung für jedes Vorstandsmitglied weiterhin auf Freiwilligkeit beruht. Sind Sie mit dieser Regelung zufrieden?" gaben 55,5 % der befragten Manager an, dass die Gehälter für jeden Vorstand weiterhin nur auf freiwilliger Basis veröffentlicht werden sollten und sie dieser neuen Regelung vollinhaltlich zustimmen.

44,5 % der Befragten zeigten sich mit der Neuerung unzufrieden und forderten, dass auch die Gehälter für jedes Vorstandsmitglied von börsenotierten Unternehmen wie in Deutschland verpflichtend offengelegt werden sollten.

Für WdF-Vorsitzenden Dr. Paul Jankowitsch zeigt das eindeutige Votum, dass die Verantwortlichen mit der Änderungen des Kodex einen Schritt in die richtige Richtung gegangen sind: "Aufgrund der öffentlichen Diskussion, die rund um die Vorstands-Gehälter und generell um die Bezahlungen von Führungskräften herrscht, war es klug, die Veröffentlichung der Gesamtbezüge der Vorstände verpflichtend festzuschreiben."

Auch Jankowitsch teilt das Votum der WdF-Mitglieder, Einzel-Gagen nur auf freiwilliger Basis zu veröffentlichen: "Ich denke, dass es völlig ausreichend ist, wenn die Gesamtsumme der Bezahlung einsichtig ist. Zumal Sondervergütungen und Optionen ohnehin im Jahresabschluss veröffentlicht werden. Die neue Praxis entspricht der Kultur des Landes und soll nun in seiner Umsetzung geprüft werden."

"In Österreich sind wir noch nicht soweit wie in Amerika oder England, wo der Gagenstrip Alltag ist. Wir folgen dem internationalen Trend in kleinen Schritten. Für die Anleger ist es meines Erachtens aber nicht relevant, wie das Gehalt jedes einzelnen Vorstands im Detail aussieht. Viel wichtiger ist es, dass der Aufsichtsrat in diesem Aspekt genauso wie in der gesamten Verantwortung seine neue Rolle wahrnimmt", so Jankowitsch."

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