ITER: Chancen für österreichische Zulieferer

Ausschreibungen für Milliardenprojekt "Kernfusionsreaktor ITER" beginnen heuer - AWO zeigt heimischen Unternehmen wie’s geht

Wien (PWK023) - In Cadarache (Südfrankreich) entsteht ab dem Jahr 2007 eines der größten internationalen Forschungsprojekte - der Kernfusionsreaktor ITER. ITER wird die bei weitem größte und komplexeste Anlage der Fusionsforschung sein, um damit wahrscheinlich den entscheidenden Schritt auf dem Weg zur kommerziellen Nutzung der Fusionsenergie machen zu können. Die Bauzeit ist bis 2012 veranschlagt, die ersten Ausschreibungen werden bereits Mitte 2006 erfolgen.

"Auch für österreichische Firmen bestehen unzählige Möglichkeiten der Partizipation an dem hochinteressanten Auftragsvolumen von über vier Milliarden Euro in der Errichtungsphase", sagt Walter Koren, Leiter der Außenwirtschaft Österreich (AWO) der WKÖ. Chancen gebe es sowohl für diverse Hochtechnologiesparten als auch für die traditionelle Wirtschaft - Planung, Bau, Elektro, Elektronik, Robotik etc. Koren: "Die Akquisition dafür sollte aber jedenfalls unverzüglich erfolgen."

Aus diesem Grund veranstaltet die AWO am 6. März einen Workshop zum Thema "Zuliefermöglichkeiten für das technologische Weltprojekt ITER - Chancen für die österreichische Wirtschaft". Koren:
"Informieren Sie sich bei unserem Industrieworkshop über Technologie, Anforderungsprofil und Chancen, an einem der wichtigsten Technologieprojekte teilzuhaben."

Wegen der technologischen aber auch kommerziellen Größe von ITER teilt sich dieses Projekt buchstäblich die ganze Welt. Neben der EU als Hauptpartner sind die USA, Japan, Südkorea, Russland, China und seit kurzem auch Indien im ITER-Konsortium vertreten. Knapp die Hälfte des Auftragsvolumens für die Errichtung selbst wird voraussichtlich in Europa vergeben werden. ITER ist ein neuartiger Forschungsreaktor, mit dem erstmals in einem realistischen Maßstab demonstriert werden soll, dass die zukünftige kommerzielle Energiegewinnung aus Kernfusion möglich ist. Im Gegensatz zur Nutzung der Kernspaltung (AKW) ist Kernfusion eine "saubere" Energiequelle, d.h. sie ermöglicht die Energiegewinnung ohne langlebige radioaktive Abfälle und damit ohne Endlagerungsproblematik. Bisher gibt es bereits etliche kleine Experimentalanlagen in verschiedenen Universitäten und Forschungsinstituten in aller Welt, mit ITER soll der erste Fusionsreaktor in annähernder Industriedimension gebaut werden, um die Kernfusion, wie sie etwa im Inneren der Sonne abläuft, industriell nutzbar zu machen. (BS)

Industrieworkshop ITER - Chancen für die österreichische Wirtschaft
6.3.2006; 13:30-17:30 Uhr
1045 Wien, Wirtschaftskammer Österreich, Saal 2

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