BMWA: Kein steigender "Trend" bei tödlichen Arbeitsunfällen

Erhöhung von 2003 auf 2004 innerhalb statistischer Schwankungsbreite

Wien (BMWA/OTS) - - Zur Meldung wonach die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle in Österreich von 2003 auf 2004 um ein Drittel gestiegen seien, stellt die Leiterin der Arbeitsinspektion im BMWA, Sektionschefin Dr. Eva-Elisabeth Szymanski fest: Die Entwicklung der tödlichen Arbeitsunfälle kann in Österreich wegen der erfreulicherweise absolut sehr geringen Zahlen nur über einen längeren Zeitraum seriös analysiert werden. Dabei zeigt sich, dass die Zahl der Arbeitsunfälle in den letzten fünfzehn Jahren um 26 % und in den letzten zehn Jahren um beachtliche 16 % gesunken ist. Die Erhöhung von 2003 auf 2004 weist daher keinen "steigenden Trend" bei den tödlichen Arbeitsunfällen auf, sondern liegt, wie im Tätigkeitsbericht der Arbeitsinspektion über das Jahr 2004 auch ausführlich dargestellt wird, innerhalb der statistischen Schwankungsbreite. Dies wird auch durch Analysen der AUVA und eines Experten des Wirtschaftsforschungsinstitutes bestätigt. ****

Zur heutigen Aussendung der Gewerkschaft Bau-Holz ist klarzustellen, dass die Quote der tödlichen Arbeitsunfälle unter anderem im Verkehrswesen höher ist als im Bauwesen. Insgesamt beträgt der Anteil der tödlichen Arbeitsunfälle im Bauwesen an der Gesamtzahl rd. 23 %. Nähere Informationen können dem Tätigkeitsbericht der Arbeitsinspektion 2004 entnommen werden: www.arbeitsinspektion.gv.at. Die AUVA-Zahlen für 2005 werden erst in den nächsten Wochen vorliegen.
Szymanski abschließend: "Durch diese Meldungen entsteht bedauerlicherweise der falsche Eindruck, Österreich sei ein Land mit besonders vielen Arbeitsunfällen. Das genaue Gegenteil ist der Fall, Österreich liegt innerhalb Europas unter jenen Ländern, in denen die Arbeitsunfälle durch die Unfallversicherungsträger erfasst werden, an ausgezeichneter zweiter Stelle und wurde im Jahr 2004 von EUROSTAT wegen der rückläufigen Entwicklung der schweren Arbeitsunfälle und der Unfallquoten ausdrücklich lobend erwähnt, weil es den zweitstärksten Rückgang seit 1998 aufweist."

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