Greenpeace begrüßt Aufruf von 17 Staaten an Japan, den Walfang zu stoppen

Japan muss Gelegenheit ergreifen und Walfang endgültig beenden.

Wien (OTS) - Greenpeace begrüßt den von 17 Staaten vorgebrachten Aufruf an Japans Regierung, seine todbringenden wissenschaftlichen Untersuchungen von Walen einzustellen und die Rückkehr seiner Schiffe aus dem Südpolarmeer sicher zu stellen.

Die 17 Regierungen verurteilten die so genannte wissenschaftliche Jagd, sie sei eine Schande, und merkten an, dass "Japan nun von Jahr zu Jahr mehr Wale in der Antarktis tötet als es in den letzten 31 Jahren - vor der Verabschiedung des Moratoriums zum kommerziellen Walfang - zu Forschungszwecken tat.

Ferner drückten sie ihre "ernsthafte Besorgnis" aus, dass diese Jagd die zukünftige Entwicklung der Finn- und Buckelwalbestände bedrohe. Die japanische Walflotte plant in dieser Fangsaison bis zu 935 Zwergwale inklusive zehn vom Aussterben bedrohte Finnwale zu erlegen und schließlich die jährliche Fangrate auf bis zu 50 Finnwalen sowie 50 Buckelwalen zu erhöhen.

"Greenpeace ist hoch erfreut über den Zuspruch zahlreicher Staaten, die sich unserem Aufruf zum Stopp des Walfanges im südpolaren Schutzgebiet angeschlossen haben. Wir alle hoffen, dass die japanische Regierung auf die überwältigende Stimme der weltweiten Opposition hört und dem Walfang endgültig ein Ende bereitet," so Antje Helms, Meeresexpertin von Greenpeace in Österreich.

Zwei Greenpeace-Schiffe, die Esperanza und die Arctic Sunrise, verließen am 20. November 2005 den Hafen von Kapstadt um die Wale im Schutzgebiet zu verteidigen. Seit 21. Dezember verfolgen sie die japanische Walfangflotte und stören die Walfänger fortlaufend, indem sie ihre Schlauchboote zwischen die Harpunen und Wale manövrieren.

Die Kampagne zum Schutz der Wale im Südpolarmeer ist der erste Schritt in der ehrgeizigen neuen Greenpeace-Kampagne "SOS Weltmeer". "Unser Ziel ist die Schaffung eines weltweiten Netzwerkes von Meeresschutzgebieten. Nur so können die Ozeane und jene Menschen, die auf sie angewiesen sind, schließlich jenen Respekt erhalten, der ihnen gebührt", so Helms abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Thomas Hohenberger, Pressesprecher, 0664-5308186
Antje Helms, Greenpeace-Meeresexpertin, 0664-2148952

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