ARBÖ: Kräftiges Lebenszeichen des Winters sorgt für zahlreiche Sperren und Kettenpflichten

Eisregen im Osten und Schneefälle im Westen sorgen für Verkehrschaos

Wien (OTS) - Der Winter gab heute morgen mit zum Teil heftigen Schneefällen ein kräftiges Lebenszeichen von sich. Durch den dichten Schneefall und winterliche Fahrbahnverhältnisse kam es zu zahlreichen Unfällen und Straßensperren. Auch auf zahlreichen höhergelegenen Berg- und Passstraßen gab es umfangreiche Kettengebote vor allem für Schwerfahrzeuge.

Auf der Südautobahn (A2) kam es gegen 08:00 Uhr zwischen Leobersdorf und Wöllersdorf zu mehreren Unfällen. Genauere Angaben über die Anzahl der beteiligten Fahrzeuge und Verletzten konnten noch nicht gemacht werden. Grund für die Unfälle dürfte glatte Fahrbahn gewesen sein. Im Zuge der Bergungs- und Aufräumungsarbeiten musste die Südautobahn (A2) in beiden Richtungen für längere Zeit gesperrt werden. Binnen weniger Minuten bildete sich ein kilometerlanger Stau. Der Verkehr wurde nach Informationen des ARBÖ bei Leobersdorf beziehungsweise bei Wöllersdorf über die Wiener Neustädter Bundesstraße (B17) umgeleitet. Im Zuge des Morgenverkehrs kam es auch hier vor allem in Fahrtrichtung Wien zu erheblichen Verzögerungen.

In der Steiermark sorgte ein Lkw-Unfall auf der Semmeringschnellstraße (S6) bei Bruck/Mur für eine stundenlange Sperre. Auf der winterlichen Fahrbahn kam gegen 07:30 Uhr aus bisher ungeklärter Ursache ein Lkw ins Schleudern und stürzte um. Nach ersten Angaben von der Unfallstelle gab es keine Verletzen. Nach Informationen der Autobahnpolizei gegenüber dem ARBÖ dürfte die Sperre durch die Bergungsarbeiten mindestens 4 bis 5 Stunden dauern. Auch auf der Westautobahn (A1) sorgte ein Lkw-Unfall für eine stundelange Sperre. Gegen 6 Uhr war ein Lkw bei Pöchlarn ins Schleudern geraten und umgestürzt. Nach Angaben von der Autobahnpolizei wurden die beiden Lkw-Insassen zur Beobachtung ins nächstgelegene Krankenhaus gebracht. Die Autobahn musste auf Grund der Aufräumungsarbeiten zwischen Pöchlarn und Melk bis ca. 11 Uhr gesperrt werden. Die Umleitung zwischen Pöchlarn und Melk erfolgte über die Wiener Bundesstraße (B1).

Eisregen sorgt für Verkehrschaos im nördlichen Burgenland=

Im Norden des östlichsten Bundeslandes - dem Burgenland - machte sich der Winter mit Eisregen bemerkbar. Vor allem in den Bezirken Eisenstadt-Umgebung und Mattersburg kam es auf den spiegelglatten Fahrbahnen zu zahlreichen Unfällen. Die Matttersburger Schnellstrasse (S31) musste gegen 08:30 Uhr auf Grund eines Unfalles in beiden Richtungen zwischen dem Knoten Mattersburg und Wulkaprodersdorf gesperrt werden. Nach ersten Angaben von der Unfallstelle waren 2 Pkw beteiligt und mehrere Personen noch unbekannten Grades verletzt worden. "Im nördlichen Burgenland kracht es auf Grund des Eisregens und der spiegelglatten Fahrbahn quasi im Minutentakt. Glücklicherweise sind die Unfälle zumeist Blechschäden. Im Süden des Landes gibt es derzeit aber keine winterlich bedingten Verkehrsprobleme", berichtet ARBÖ-Verkehrsexperte Thomas Haider.

Hängengebliebene Lkw blockieren das kleine deutsche Eck und die Fernpassstrecke=

Im Westen von Österreich sorgte vor allem der Schneefall für erhebliche Verkehrsprobleme. Zahlreiche Lkw blieben immer wieder auf der schneeglatten Fahrbahn hängen. Durch die Witterung Schwerfahrzeuge musste die im benachbarten Bayern das sogenannte "kleine deutsche Eck" gesperrt werden. Die Verbindung Reith und Innzell (B305) musste auf Grund von Lawinengefahr gesperrt werden. In Österreich kam es auf der Loferer Bundesstraße (B178) zwischen Erpfendorf und Waidring durch hängengebliebene Lkw und der Sperre der Verbindung über das kleine deutsche Eck zu erheblichen Stauungen. Auch auf der Fernpassstrecke (B179) blieben am Fernpaß im Laufe des Vormittags immer wieder Lkw hängen. Auch hier kam es zu langen Staus und erheblichen Verzögerungen in beide Richtungen.

Zahlreiche Kettenpflichten auf Berg- und Passstraßen im Süden, Westen und Norden=

Die Rückkehr des Winters sorgte auch auf den höhergelegenen Berg- und Passstraßen in Westösterreich, der Steiermark, in Oberösterreich sowie in Niederösterreich für allgemeine Kettenpflichten bzw. Kettenpflichten für Schwerfahrzeuge.

In Tirol musste auf der Gerlos Bundesstraße (B165) zwischen Wald und der Passhöhe für alle Fahrzeuge Kettenpflicht verhängt werden. Auch über die Seefelder Bundesstraße (B177) zwischen Seefeld und Scharnitz und über die Mieminger Bundesstraße (B189) zwischen Nassereith und Obsteig mussten alle Fahrzeuglenker Schneeketten anlegen.

Kettenpflichten für Lkw wurden nach Informationen des ARBÖ unter anderem über die Fernpassstrecke (B179) zwischen Lermoos und Nassereith, über die Arlberg Bundesstraße (B197) zwischen Sankt Anton und Stuben, über die Felbertauern Bundesstraße (B108) im gesamten Verlauf und die Salzkammergut Bundesstraße (B145) zwischen Bad Aussee und Bad Goisern sowie über die Mariazeller Bundesstraße (B20) über den Annaberg und den Josefsberg verhängt. Aber auch über die Hochkönig Bundesstraße (B164) über den Filzensattel und die Katschberg Bundesstraße (B99) zwischen St. Michael und der Passhöhe mussten die Lenker von Schwerfahrzeugen die Fahrthilfen anlegen. Insgesamt wurden dem ARBÖ gegen 9 Uhr rund 20 Kettenpflichten für Lkw allein auf Bundesstraßen gemeldet. Auch auf zahlreichen Landes-und Gemeindestraßen wurden Kettengebote verhängt.

"Insgesamt kann man die Verkehrssituation durch die Rückkehr des Winters vor allem in Ostösterreich als durchaus chaotisch bezeichnen. Während im Westen der Schnee die Autofahrer in Atem hält. In Niederösterreich und dem Burgenland sorgte der Eisregen und Blitzeis für unzählige Verkehrsprobleme. Der Süden von Österreich ist derzeit zwar bezüglich Wetter etwas im Vorteil, das kann sich aber sehr schnell ändern. Wir können den Autofahrern in Österreich derzeit generell Winterausrüstung und sehr, sehr vorsichtige Fahrweise anraten", zieht ARBÖ-Verkehrsexperte Thomas Haider ein erstes Resümee.

(Forts. mögl.)

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