5. Wiener Töchtertag am 27.4.: Heuer kann jedes Mädchen mitmachen

Wehsely: "Mädchen brauchen Selbstbewusstsein, um neue Berufs- und Ausbildungswege zu gehen"

Wien (OTS) - Zum Traumberuf brauchen Mädchen nicht nur eine gute Ausbildung, sondern vor allem auch Mut, wenn es um Berufe geht, wo Mädchen bislang in der Minderheit sind. Beim 5. Wiener Töchtertag am 27. April 2006 lernen Mädchen im Alter von 11 bis 16 Jahren nicht nur verschiedene technische und naturwissenschaftliche Berufe in der Praxis kennen, sondern sie werden auch ermutigt, sich selbst etwas zuzutrauen und etwas Neues zu versuchen. "Mit dem Wiener Töchtertag wollen wir den Mädchen Selbstbewusstsein vermitteln und ihnen den Rücken stärken, um neue Berufs- und Ausbildungswege zu gehen. Auch Unternehmen, LehrerInnen und Eltern sollen im Rahmen des Töchtertages neue Möglichkeiten jenseits der Rollenklischees aufgezeigt werden", erklärt Wiens Frauenstadträtin Sonja Wehsely am Mittwoch gegenüber der Rathauskorrespondenz. Neu ist, dass heuer erstmals jedes Mädchen beim Wiener Töchtertag mitmachen kann, auch wenn die Eltern nicht in einem Töchtertagunternehmen arbeiten. Auf der Töchtertagwebsite http://www.toechtertag.at/ können diese Mädchen sehen, welche Unternehmen zusätzliche Plätze für sie haben und sich gleich anmelden.****

Laut einer IFES-Umfrage wollen Mädchen von heute in erster Linie unabhängig sein und ihr eigenes Einkommen haben. Sie warten auf keinen Traumprinzen, sondern sie suchen den "Traumberuf". Spaß, Freude und Selbstverwirklichung sind den Mädchen dabei am wichtigsten: Für drei Viertel der von IFES 2005 im Auftrag der Wiener Frauenabteilung befragten Mädchen sind dies die wichtigsten Kriterien für den Beruf. 24 Prozent finden diese Aspekte eher wichtig. An zweiter Stelle folgt schon die Arbeitsplatzsicherheit - diese ist 65 Prozent der Mädchen sehr und weiteren 31 Prozent eher wichtig. Karrierechancen (37% sehr wichtig, 15% weniger wichtig) bzw. gute Verdienstmöglichkeiten (38% sehr wichtig, 12% weniger wichtig) sind den Mädchen dagegen nicht so wichtig. "Ich würde mir wünschen, dass die Mädchen in diesem Punkt weniger bescheiden sind und das verlangen, was ihnen zusteht", so Wehsely. "Beim Berufseinstieg müssen junge Frauen derzeit einen Einkommensnachteil von etwa 18 Prozent gegenüber ihren jungen männlichen Kollegen hinnehmen. Und das Schlimmste daran: Diesen Einkommensrückstand holen sie in den meisten Fällen während ihrer gesamten Berufslaufbahn nicht mehr auf", kritisiert die Wiener Frauenstadträtin.

Der Wiener Töchtertag ist eine Initiative von Frauenstadträtin Sonja Wehsely in Kooperation mit der Wirtschaftskammer Wien und dem Wiener Stadtschulrat, durchgeführt von der Frauenabteilung der Stadt Wien (MA 57). Mädchen zwischen 11 und 16 Jahren haben an diesem Tag Gelegenheit, ein Wiener Unternehmen zu besuchen. Dort erwarten sie Infos und Workshops, bei denen sie alles selbst ausprobieren und experimentieren können. Der Schwerpunkt liegt auf technischen und techniknahen Berufen.

Alle Infos rund um den Töchtertag gibt es unter der kostenlosen Servicenummer des Töchtertagbüros 0800/22 22 10 und auf der Homepage http://www.toechtertag.at/. (Schluss) lac

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