Brandstätter: Junge Wirtschaft startet Offensive für Einzelunternehmen

Mehr Chancengleichheit für Ein-Personen-Unternehmen (EPU-Offensive) - Business-Plan-Schwerpunkt bis 2007 - Schaden durch Insolvenzen deutlich gesunken

Wien (PWK021) - "Mehr Chancengleichheit für Ein-Personen Unternehmen ist das Ziel der Jungen Wirtschaft für die kommenden zwei Jahre", betonte heute, Dienstag, der neue Bundesvorsitzende der Jungen Wirtschaft Österreich, Daniel Brandstätter, in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit WKÖ-Präsident Christoph Leitl. Unter dem Titel "EPU-Offensive" wolle man den Unternehmer-Gedanken stärker in den Köpfen der Österreicher verankern. Jedes Unternehmen beginne als kleines Unternehmen, es sei falsch zu denken, man starte als 100-Mann-Betrieb. Trotzdem werde der Wert dieser kleinen Unternehmen für den Wirtschaftsstandort Österreich unterschätzt. Die Junge Wirtschaft wolle nun allen Neugründungen eine gemeinsame Kulisse geben, egal ob groß oder klein.

Eine neue Rechnung präsentierte der Bundesvorsitzende auch in Sachen Insolvenzen: Lagen die Verbindlichkeiten 1995 noch bei umgerechnet 4,6 Mrd. Euro, betrugen sie 2005 nur mehr 2,4 Mrd. Euro. Das bedeutet ein Minus von 48 Prozent in 10 Jahren. Und das, obwohl die Gesamtzahl an Insolvenzen in diesem Zeitraum um 41 Prozent zugenommen hat. Auch bei den betroffenen Dienstnehmer haben sich die Zahl um 25 Prozent reduziert. "Auch wenn die Zahl der Insolvenzen gestiegen ist, konnten wir den Schaden deutlich reduzieren", so Brandstätter.

Brandstätter plädierte dafür, dass es auch einen gesellschaftlich akzeptierten Jobwechsel bei Selbständigen gibt: "Es ist vollkommen normal wenn ein Arbeitnehmer von einer Unselbständigkeit in die nächste wechselt. Und es muss vollkommen normal sein, wenn ein Unternehmer nach einer gewissen Zeit ein neues Unternehmen gründet."

Schließlich seien die Motive, in die Selbständigkeit zu wechseln, nicht von einem drohenden Jobverlust in der Unselbständigkeit geprägt. Laut einer Untersuchung unter Gründern der letzten 18 Monate im Dezember 2005 und Jänner 2006 zeige sich, dass 67 Prozent der Befragten angeben, ihr eigener Chef sein zu wollen. 59 Prozent wollten immer schon selbständig sein, lediglich 8,4 Prozent wurde vom AMS dazu geraten. 68,9 Prozent waren vor ihrer Selbständigkeit in einem festen Angestelltenverhältnis in der Privatwirtschaft.

Im Rahmen dieser Studie wurde auch die Zahl jener abgefragt, die in der Phase der Gründung einen Business-Plan erstellt haben: 50,3 Prozent hatten dies in der Gründungsphase getan, 49,7 Prozent hatten keinen Business-Plan. Aus diesem Grund will die Junge Wirtschaft durch gezielte Aktivitäten bis 2007 auf einen Prozentsatz von 75 Prozent kommen. "Unser Motto für die kommenden 2 Jahre lautet daher:
Pläne gegen Pleiten", so Brandstätter.

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