ÖAAB/Wirtschaftsbund: Doppeltes Spiel der SPÖ bei Post-Börsegang

Kopf: "Billiger SPÖ-Populismus staatspolitisch zutiefst verwerflich" - Amon: "Gesinnungs-Terror der SPÖ-Gewerkschafter"

Wien, 17. Jänner 2006 (ÖVP-PK) "Der Post-Börsegang erfolgt zum richtigen Zeitpunkt und ist solide vorbereitet. Die hervorragende Performance des Unternehmens samt Mitarbeiter-Beteiligung sind die beste Vorraussetzung für den Erhalt der Post und der Arbeits-plätze", betonten ÖAAB-Generalsekretär Abg.z.NR Werner Amon und Wirtschaftsbund-Generalsekretär Abg.z.NR Karlheinz Kopf heute, Dienstag, unisono. Als "staatspolitisch zutiefst verwerflich" bezeichnete Kopf hingegen den "billigen Parteipopulismus der SPÖ", Amon sprach von "Gesinnungs-Terror der SPÖ-Gewerkschafter, die nur mehr als verlängerter Arm der Löwelstraße agieren". ****

"Wir leben alle unter demselben Himmel. Aber nicht alle haben den gleichen Horizont!", zitierte der Generalsekretär des

Wirtschaftsbundes, Kopf, die Haltung der SPÖ zum Börsegang der Post. Dieser sei "keine Bedrohung", sondern eine "eine riesige Chance, ein 'Fitness-Programm' für das Unternehmen im Hinblick auf die Liberalisierung des Marktes". Es sei daher, wie von der SPÖ verfolgt, völlig verfehlt, "mit den Ängsten der Mitarbeiter parteipolitisches Kleingeld zu machen und das ohne Rücksicht auf Mitarbeiter und das Unternehmen", sagte Kopf. Er sieht jedenfalls die Wettbewerbsfähigkeit der Post als modernes Dienstleistungs- und Logistik-Unternehmen gewährleistet.

Gusenbauers "Nachdenkpause" sei wenig überraschend, so Kopf, nachdem bereits erfolgreiche sozialdemokratische Unternehmer wie Hannes Androsch oder Siemens-Chefin Brigitte Ederer den Börsegang unterstützen und ihrem "Chef" bereits per Medien ausgerichtet hätten, "keine Drohkulisse" aufzubauen. Wie ÖAAB-Generalsekretär Amon betont, stelle der SPÖ-Chef Bedingungen, "die die FCG-Gewerkschafter in erfolgreichen Verhandlungen mit dem
Finanzminister längst erfüllt haben". Für Amon ist die "SPÖ auf dem Holzweg und will gerade noch die Kurve kratzen".

Als "falsch" und "rein parteipolitisch" bezeichnete Amon das Agieren der SPÖ-Gewerkschafter - "zum Schaden der Mitarbeiter und des Standorts". Darüber hinaus stelle der "Gesinnungs-Terror" der FSG die "Einheit der Gewerkschaft pro futuro in Frage". Abschließend stellten Kopf und Amon fest: Die Österreicher stehen mehrheitlich hinter dem Post-Börsengang. Wie eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes "Oekonsult" belege, begrüßen mehr als 70 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher einen Börsegang der Post zum jetzigen Zeitpunkt.

Der geplante Börsengang der Post kombiniere die erforderliche Effizienz in idealer Weise mit dem Gebot der Sicherheit: Maximal 49 Prozent der Aktien werden in Streubesitz übergehen. Die Mehrheit bleibt bei der ÖIAG und damit beim Staat - die Post bleibt rot-weiß-rot! Dass gerade die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Post von der Beteiligung am Unternehmen profitieren würden, hätten zudem erfolgreiche Beispiele aus der jüngeren Vergangenheit, wie etwa die voestalpine oder die Telekom Austria gezeigt. Investitionen in die voestalpine haben heute den 3-fachen, jene in die Telekom Austria mehr als den 2-fachen und bei der OMV sogar den 16-fachen Wert.

Durch die Umstrukturierungsmaßnahmen innerhalb der Post sei gewährleistet, dass die Versorgung der Bevölkerung mit Postdienstleistungen - gerade im ländlichen Raum - langfristig gewährleistet ist. Außerdem schaffe die Privatisierung neue Chancen und Arbeitsplätze. "Die SPÖ-Angstmache geht also auf allen Ebenen ins Leere", so Amon und Kopf abschließend.

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