VP-Tschirf: WAFF-Projekte für 2006 ohne innovativen Charakter

Berufliche Weiterbildung wird sträflich vernachlässigt

Wien (VP-Klub) - "Es ist zwar erfreulich, dass Finanzstadtrat
Rieder endlich erkannt hat, das AUCH die Stadt Wien selbst etwas zu einer dringend notwendigen Arbeitsmarktoffensive beitragen kann, wie Rieder in der heutigen Bürgermeisterpressekonferenz ausdrücklich betont hat, allerdings stellt sich das vorgestellte Programm für 2006 als reine Fortschreibung von schon Dagewesenem dar", so der Kommentar von ÖVP Wien Klubobmann LAbg. Matthias Tschirf zur präsentierten Beschäftigungsoffensive der Wiener SP-Stadtregierung für das Jahr 2006.

Nicht nur, dass die WAFF-Projekte keinerlei innovativen Charakter hätten, so Tschirf, das Problem wird auch nicht an der Wurzel gepackt. "Die betriebliche Weiterbildung kommt, wie immer bei Maßnahmen der roten Rathausmehrheit, auch hier zu kurz. Die berufliche Weiterbildung ist als Vorbeugung gegen Arbeitslosigkeit zu wichtig, als dass sie in Wien derart sträflich vernachlässigt wird. Wien ist in Österreich Nachzügler bei der betrieblichen Weiterbildung. Nirgendwo in Österreich erhalten Mitarbeiter so wenig Möglichkeiten sich weiterzubilden, wie in Wien. Hier ist in weitaus verstärktem Maße anzusetzen", fordert Tschirf.

Qualität statt Quantität der Programme sollte zählen

Auch kann eine noch so große Zahl an Schwerpunktprojekten über die mangelnde Effizienz nicht hinwegtäuschen. "Die Qualität der Maßnahmen hat Vorrang zu haben gegenüber der Quantität. Und so ganz nebenbei darf Rieder nicht auf eine weitaus stärkere Einbindung der Wirtschaft vergessen. Von Investitionsprogrammen, die ebenso zu einer Entspannung am Arbeitmarkt beitragen, war kaum noch was zu hören", stellt Tschirf fest und fordert in diesem Zusammenhang eine Innovationsoffensive für die Wiener Wirtschaft.

Die Wiener SP-Stadtregierung solle sich immer vor Augen halten, dass Wien nach wie vor mit einer Arbeitslosenquote von beinahe 10% Schlusslicht in Österreich ist. 81.436 von bundesweit 243.880 arbeitslosen Personen befinden sich in Wien. Wien stellt damit gut 32% der Gesamtarbeitslosenzahl in Österreich, obwohl nur 19% der Gesamtbevölkerung in Wien leben.

Abschließend, so Tschirf, sei noch darauf hingewiesen, dass das WAFF-Arbeitsprogramm nicht wie von WAFF Geschäftsführer Meißl heute bekannt gegeben, einstimmig beschlossen wurde. Für die ÖVP Fraktion ist das Programm unzureichend, sie hat sich bei der Abstimmung daher ihrer Stimme enthalten.

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