Mailath: "Ankauf der Klimt-Bilder ist moralische Verpflichtung"

Wiens Kulturstadtrat verweist auf Beispiele des Rückkaufs im Bereich der Stadt Wien

Wien (OTS) - Erfreut zeigte sich Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny, dass im Fall der Klimt-Bilder nach langem hin und her doch noch das Recht gesiegt habe. "Die Stadt Wien ist im Bereich der Kunst-Restitution schon sehr viel weiter", betonte Mailath-Pokorny in diesem Zusammenhang und nannte als Beispiel den Ankauf der Sammlung "Strauß-Meyszner" durch die Stadt Wien im Jahr 2002. In diesem größten Fall von Kunst-Restitution hatte die Stadt Wien 2001 aufgrund von Forschungen anerkannt, die wertvolle Sammlung zu unrecht zu besitzen. Die 1938 "arisierte" Sammlung war 1945 nur zum Teil rückgestellt worden. Nach der vollständigen Rückstellung der Sammlung 2001 begannen Gespräche mit den Erben über einen möglichen Ankauf, der im Jänner 2002 abgeschlossen werden konnte.

"Ich sehe es auch als moralische Verpflichtung an, dass Kunstgegenstände, wenn diese nicht rechtmäßig in Besitz der öffentlichen Hand sind, nicht nur rückgestellt, sondern anschließend auch angekauft werden", verwies Mailath-Pokorny auf das Beispiel Strauß-Meyszner. Und weiter: "Der Bund ist nun aufgefordert, diese Gespräche über einen Ankauf eines wichtigen Kulturerbes Österreichs, so rasch wie möglich voranzutreiben", schloss Mailath-Pokorny. (Schluss) sas

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