Muttonen zu Klimt-Bildern: Warum hat Gehrer Angebot zu außergerichtlicher Einigung abgelehnt?

Wien (SK) - SPÖ-Kultursprecherin Christine Muttonen wiederholte in Zusammenhang mit den Klimt-Bildern ihre Position, wonach der Schiedsspruch auf jeden Fall akzeptiert und ihm Folge geleistet werden müsse. Eine sehr "bedauerliche Rolle" spiele aber Kulturministerin Gehrer, "die es nicht für wert befunden hat, einen Brief Maria Altmanns zu beantworten und die das Angebot der Klägerin, 'das Problem in Frieden zu lösen', ausgeschlagen hat. Das ist ein schlechter Umgang mit Menschen und eine fahrlässige Vorgangsweise zugleich", so Muttonen Dienstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

Für die SPÖ-Kultursprecherin ist die Gesprächsverweigerung Gehrers in vielerlei Hinsicht scharf zu kritisieren. Zum einen könne man so nicht mit Menschen, denen Unrecht getan wurde, umgehen. Zum anderen sei es von Gehrer "reichlich überheblich" gewesen, das Angebot, außergerichtlich zu einer Einigung zu kommen, auszuschlagen. Die Folgen seien mehr als unerfreulich: Entweder müssen die Gemälde um horrende Summen auf Kosten der Steuerzahler angekauft werden oder die für Österreich wichtigen Werke werden in unserem Land öffentlich einfach nicht mehr zu sehen sein. "Die Aussage Gehrers 'Es gab nichts zu verhandeln' hat fatale Folgen", so Muttonen. Abschließend brachte die SPÖ-Kultursprecherin ihre Zweifel zum Ausdruck, dass Gehrer eine alternative Lösung präsentieren kann - "die heutigen Aussagen der Ministerin stimmen mich nicht sehr hoffnungsfroh". (Schluss) cs

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