Prammer: Justizministerin agiert bei Anti-Stalking-Gesetz unprofessionell

Wien (SK) - =

Verwundert reagiert die Zweite Präsidentin des
Nationalrates, SPÖ Bundesfrauenvorsitzende Barbara Prammer über die neuerliche Verschiebung der Verabschiedung des Anti-Stalkinggesetzes, dessen Entwurf am Donnerstag vom Ministerrat verabschiedet hätte werden sollen. "Ich wundere mich über die Unprofessionalität der Justizministerin", sagt Prammer, nachdem sich zuvor bereits das Finanzministerium und nun auch das Innenministerium quer legen. "Das wäre nicht der Fall, hätte die Justizministerin mit ihren MinisterkollegInnen bereits im Vorfeld Kontakt gehalten", sagt Prammer am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Prammer forderte die Justizministerin zudem dringend auf, die betroffenen Ministerien besser darüber zu informieren, was Stalking ist, damit unqualifizierte Äußerungen künftig unterbleiben. "Es geht nicht darum, jemanden zu bestrafen, weil er Rosen schickt, sondern darum, Opfer zu schützen, deren Leben massiv beeinträchtigt wird, weil ihre intimen Grenzen durch Anrufe, Briefe, Verfolgung, Beschimpfung, durch Nachstellungen und Drohungen massiv beeinträchtigt werden. 80 Prozent der Stalkingopfer sind Frauen, die die Täter häufig aus vorangegangenen Beziehungen kennen. (Schluss) up/mp

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