Neues Volksblatt: "Schäfchen" (von Christian Buchar)

Ausgabe vom 17. Jänner 2006

Linz (OTS) - So erfreulich das geringer als erwartet ausgefallene Defizit auch ist, so sehr muss trotzdem das Maß
gewahrt werden. Ein Minus ist ein Minus, auch, wenn es durch alte SPÖ-Schuldenpolitik, Maßnahmen zur Konjunkturbelebung und die große Steuerreform bedingt ist. Und manche der Kosten für die Konjunkturbelebung werden heuer noch viel stärker ins Gewicht fallen.

Auch bei den Steuereinnahmen sind heuer - zumindest partiell -härtere Zeiten zu erwarten. Der, trotz der Senkung des Steuersatzes erfolgte, kräftige Anstieg der Einnahmen aus der Körperschaftssteuer läßt erahnen, dass darin einiges an Vorauszahlungen liegt, die sich im Vollzug 2006 noch negativ bemerkbar machen werden.
Kurz: Der Weg nach Finnland, das im Vorjahr bereits einen Budgetüberschuss von 1,9 Prozent erwirtschaftete, ist noch weit. Und die Spielräume für weitere Entlastungen sind eng, sehr eng, wenn überhaupt gegeben. Das sollte nicht vergessen werden, wenn im heurigen Wahljahr manch' Politiker der Versuchung nicht widerstehen sollte, seine Schäfchen mit teuren "Zuckerln" ins Trockene bringen zu wollen.

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