OeNB-Direktor Christl: Klare wirtschaftliche Vorteile für Österreich und Finnland durch die EU-Mitgliedschaft und die Einführung des Euro

EU-Ratsvorsitz 2006: Österreich und Finnland wollen langjährige positive EU-Erfahrungen als Motor für neue Initiativen einsetzen

Wien (OTS) - ~

Brüssel, 16. Jänner 2006. - Bei einer hochrangig
besetzten Veranstaltung der Oesterreichischen Nationalbank in Brüssel wurde von österreichischen und finnischen Spitzenvertretern die bemerkenswerten wirtschaftlichen Vorteile der EU-Mitgliedschaft und der Einführung des Euro für beide Länder aufgezeigt. Österreich und Finnland haben im Jahr 2006 jeweils für ein halbes Jahr die EU-Ratspräsidentschaft inne und wollen ihre langjährige EU-Erfahrung als Motor für neue Initiativen und die Bewältigung der anstehenden Herausforderungen einsetzen.

Gastgeber und OeNB-Direktor Dr. Josef Christl hob die positive Wirtschaftsentwicklung Österreichs seit der EU-Mitgliedschaft hervor:
"Österreich ist mittlerweile das drittreichste Land in der EU-25 (gerechnet in BIP pro Kopf) und damit ein klarer "EU-Winner". Und auch in der Budgetpolitik gab es bedeutende Verbesserungen:
"Österreichs Budgetdefizit hat sich von 5,6% im Jahr 1996 auf ein "Null-Defizit" im Jahr 2001 verringert - ein Erfolg, der u.a. durch die strikten Budgetvorgaben des Maastrichter Vertrages und des Stabilitäts- und Wachstumspakts erreicht wurde", betonte Christl. "Studien der OeNB kommen zum Schluss, dass Österreichs Wirtschaftswachstum allein durch die EU-Mitgliedschaft und den Euro jährlich um ein halbes Prozent stärker gewachsen ist", stellte Christl weiters fest. Auch für Finnland zog Sinikka Salo, finnische Notenbankdirektorin, eine positive Bilanz.

Auf die besonderen Herausforderungen der beiden Länder in der EU im Jahr 2006 gingen die Botschafter Österreichs, Dr. Gregor Woschnagg, und Finnlands, Eikka Kosonen, ein. Österreich hat seit 1. Jänner 2006 die EU-Ratspräsidentschaft inne, gefolgt von Finnland im 2. Halbjahr 2006. Botschafter Woschnagg hob die politischen und wirtschaftlichen Vorteile für Österreich vor allem im Kontext der EU-Erweiterung hervor. Auch Botschafter Kosonen zeigte auf, welche Vorteile für Finnland mit der letzten Erweiterungsrunde einhergingen, die auch die drei baltischen Staaten umfasste.

Insgesamt waren der Veranstaltung an der Österreichischen Vertretung, die von der Repräsentanz der Oesterreichischen Nationalbank in Brüssel organisiert worden war, rund 150 Teilnehmer gefolgt, darunter zahlreiche EU-Botschafter und EU-Spitzenbeamte.

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