austrian furniture industry auf der imm 06

Zurückhaltende Erwartung der österreichischen Unternehmen zur Entwicklung ihrer Geschäftslage

Wien (PWK017) - Auf der diesjährigen imm cologne trifft sich ab
dem 16. Januar 2006 die internationale Möbel- und Einrichtungsbranche eine Woche lang in Köln. Rund 1.400 Aussteller aus über 50 Ländern zeigen die Einrichtungs- und Wohntrends für das Möbeljahr 2006 - und das in einem völlig neu konzipierten Ausstellungsrahmen. Als erste Messe eröffnet die imm cologne die neuen Hallen der Koelnmesse im nördlichen Bereich des Messeareals. In Kombination mit den ehemaligen Osthallen ist die imm cologne nun kompakter und klarer strukturiert. Als Trendschau für das beginnende Möbeljahr ist die Kölner Messe für die Möbelbranche weltweit von großer Bedeutung. So auch für Österreichs Möbelhersteller, die heuer insgesamt mit 19 Firmen auf Deutschlands größter Möbelmesse vertreten sind. Innovation, Qualität und eine reichhaltige Formensprache sind die Markenzeichen, mit denen sich die österreichische Möbelbranche auch dieses Jahr wieder auf der internationalen Bühne präsentiert. Unter anderem stellen die renommierten Möbelhersteller Ada, Wittmann und Team 7 ihre neuen Kollektionen aus und vertreten mit ihren Visionen im Bereich Wohnen die austrian furniture industry auf der diesjährigen Ausgabe der imm cologne. Mehr Infos finden Sie unter www.moebel.at Stimmungsbarometer für das angehende Jahr 2006
Nach den Ergebnissen einer Umfrage zum 4. Quartal 2005, durchgeführt im Auftrag der austrian furniture industry, beurteilen die Möbelfirmen ihre derzeitige Auftragslage als durchschnittlich. Nur wenige Unternehmen berichten von einer sehr starken Auftragslage, der Anteil von Betrieben mit ausreichenden Aufträgen ist jedoch außergewöhnlich groß. Erholung ist bei der Kapazitätsauslastung für das Jahr 2005 zu vermelden. Mit 83% liegt sie zur Zeit im Bereich des langfristigen Durchschnitts.
Was die Produktions- und Verkaufspreiserwartungen angeht, sind die Prognosen eher im positiven Bereich angesiedelt. Für die kommenden Monate erwartet eine Überzahl der Firmen ein Ansteigen der Produktion. Gleichzeitig gehen die Unternehmen von einer schwachen Entwicklung ihrer Verkaufspreise aus. Daraus lässt sich eine zurückhaltende Erwartung der Unternehmen zur Entwicklung ihrer Geschäftslage ableiten.
Zahlen & Fakten 1.-3.Quartal 2005 *
(*alle Zahlen in diesem Text beziehen sich auf Industrie und Gewerbe und sind Angaben der Statistik Austria)

Exportminus von 5,5%
Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres 2004 (1.-3. Quartal) ergibt sich für die heimische Möbelindustrie mit einem Gesamtwert von knapp 882 Mio. Euro ein vorläufiger Exportrückgang von 5,5 %. Der Wert der Exporte in die EU 24 lag dabei mit ca. 693 Mio. Euro unter dem Niveau des gleichen Zeitraumes im Vorjahr. Die %-Veränderung beträgt dabei -8,5%. Österreichs Nachbarländer Deutschland und Italien sind nach wie vor die Hauptabsatzmärkte für österreichische Möbel, wobei gerade der italienische Markt mit dem zweitgrößten Volumen eine Steigerung von 18% notieren konnte, die Exporte nach Deutschland aber mit -14,1% rückläufig waren. Das Vereinigte Königreich konnte mit einer erneuten Steigerung von 20,3% auf einen Wert von 41 Mio. Euro Frankreich als drittwichtigstes Exportland in der EU überrunden. Verantwortlich für den Abwärtstrend im EU-Exportbereich ist vor allem die angeschlagene Wirtschaftslage mehrerer Zielmärkte. Die nicht unerheblichen Steigerungen bei den Exportgeschäften nach Frankreich und ins Vereinigte Königreich konnten die negative Entwicklung auf dem deutschen Markt etwas abfangen, ebenso die Länder der Osterweiterung der EU, die starke Zuwächse vor allem in Tschechien (+45,6%) und Slowenien (+69,3%) verbuchen konnten. Hauptexportmarkt im osteuropäischen Raum ist inzwischen Tschechien mit einem Exportvolumen von knapp über 17 Mio. Euro. Im asiatische Raum bleibt Japan weiterhin Spitzenreiter (41 Mio. Euro) mit einem Plus von 14,3 % gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt konnte der Export nach Asien um weitere 11,8% gesteigert werden.

Leichter Importrückgang von -1,6%
Auch im Import ist insgesamt ein Rückgang von -1,6 % zu vermelden. Aus der EU-24 wurden gegenüber dem Vergleichszeitraum (1.-3. Quartal) des Vorjahres 2004 um 5,9% weniger Möbel importiert. Der Gesamtwert betrug dabei 723 Mio. Euro. Italien musste dabei vergleichsweise ein leichte Minus von 2,1% hinnehmen, stärker waren die Rückgänge bei den Möbelimporten aus der Slowakei (-14,2%), aus Tschechien (-14,4%) sowie aus Portugal (-67,8%). Dieser rückläufige Trend setzte sich allerdings bei den Möbelimporten aus Asien nicht durch. Stattdessen verbuchten die Möbel made in Asia ein Plus von 26,6%, wobei China mit Möbeln im Wert von 10 Mio. Euro und einer Steigerung um 38,2% auf Platz 1 rangiert, gefolgt von Indonesien (+9%) auf Platz 2 und Indien an dritter Stelle.

Positiver Trend bei Produktion: Steigerung um +3,9%
Im Gegensatz zum rückläufigen Außenhandel hat sich die Produktion im selben Zeitraum positiv entwickelt und vom 1.-3. Quartal 2005 um 3,9% gegenüber 2004 zugelegt. Lediglich die Produktion von Küchenmöbeln aus Holz verbuchte ein Minus von 3,7%. Die Gruppe der Sitzmöbel konnte um 8,7% gesteigert werden, die Büro und Ladenmöbel um 6,7%. Der Bereich der sonstigen Möbel weist ein Plus von 2,2% auf.

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