Dolinschek zu Grasser: Spendenabsetzbarkeit wäre ein "sozialpolitischer Meilenstein"

Sozialstaatssekretär unterstreicht Wichtigkeit der steuerlichen Absetzbarkeit von Spenden im sozialen Bereich

Wien (OTS) - "Die Österreicherinnen und Österreicher haben beim Spenden ein goldenes Herz, und gerade deshalb ist es für mich nicht nachvollziehbar, warum derzeit zwar Hunderte Pokale im Sportbereich steuerlich absetzbar sind, nicht aber freiwillige Zuwendungen für soziale Projekte. Gerade die Aktion "Licht ins Dunkel" ist ein Beweis dafür, wie großzügig die österreichische Bevölkerung gegenüber jenen Menschen ist, die sozial benachteiligt sind. Deshalb ist es die moralische Pflicht der Politik, diese humanen Hilfeleistungen auch zu unterstützen und nicht im Bereich der Hilfe noch den Steuersäckel offen zu halten. Überdurchschnittliches Engagement und Einsatz im sozialen Bereich darf kein Nachteil sein", betonte Sozialstaatssekretär Sigisbert Dolinschek. ****

"Bereits seit dem Jahr 2002 sind sich sowohl das Sozialministerium als auch das für Entwicklungshilfe zuständige Außenministerium einig, dass eine steuerliche Absetzbarkeit von Spenden kommen muss. Diese steuerliche Absetzbarkeit von Spenden hätte auch durchaus schon in die Steuerreform 2003 integriert werden können. Sämtliche Hilfsorganisationen, die Kirchen und die Wirtschaftskammer stehen hinter unserem Vorschlag. Deshalb bin ich umso erstaunter, dass der Finanzminister in diesem höchst sensiblen Bereich nunmehr scheinbar die Fakten ignoriert. Ich empfehle dem Finanzminister, nicht auf die verstaubten Experten zu hören, die einem Tag ein Tag aus erklären, warum etwas nicht geht, sondern lieber auf jene Mitarbeiter seines Ressorts, die eine Absetzbarkeit für unterstützenswert halten", so Dolinschek. Um Auswirkungen einer möglichen steuerlichen Absetzbarkeit für Spenden in den Bereichen Soziales und Entwicklungshilfe im Vorfeld abzutesten, wurde bereits 2002 das "Institut für Höhere Studien" (IHS) mit einer Studie beauftragt. Univ.-Prof. Dr. Bernhard Felderer fasste damals die Ergebnisse zusammen: "Kurzfristig würde bei einer vollen Absetzbarkeit von Spenden in diesen beiden Bereichen zwar ein Minus in der Kasse des Finanzministers aufscheinen, jedoch bereits nach fünf Jahren bewirkt das vermehrte Spendenaufkommen einen höheren Wohlfahrtseffekt und dadurch ein Plus."

"Die Zeit für eine steuerliche Absetzbarkeit ist schon seit 2002 reif. Sämtliche Experten unterstützen daher diesen Vorschlag. Ein Zurück an den Start wäre daher sozialpolitisch unverantwortlich", so Dolinschek abschließend. (Schluß) bxf

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