AMS und Land ziehen an einem Strang

LH Sausgruber: Besonderer Schwerpunkt bei Jugendbeschäftigung

Bregenz (VLK) - Land Vorarlberg und Arbeitsmarktservice Vorarlberg (AMS) werden auch im neuen Jahr gemeinsame Schwerpunkte für mehr Beschäftigung und Qualifizierung setzen. Besonderes Augenmerk gilt der Jugendbeschäftigung, betonte Landeshauptmann Herbert Sausgruber heute, Montag, anlässlich des Antrittsbesuches des neuen AMS-Landesgeschäftsführers Anton Strini: "Wir haben heute die Details vereinbart, wie jedem Jugendlichen der mehr als drei Monate Arbeit sucht, entweder eine Arbeitsstelle oder zumindest ein Angebot zur Qualifikation, zur Erhöhung seiner Chancen angeboten werden kann". Die bisherigen Aktionen in diesem Bereich sind recht erfolgreich verlaufen und werden fortgesetzt, berichtete der Landeshauptmann:
- Eine im Dezember 2005 bei den Gemeinden durchgeführte Umfrage ergab, dass 86 Arbeitsplätze für Jugendliche entweder in den Gemeinden geschaffen oder durch die Gemeinden vermittelt werden konnten.
- Bei der Praktikerlehre (überbetriebliches Ausbildungszentrum für Jugendliche mit Qualifikationsproblemen) werden an den beiden Standorten in Hohenems und Sulz/Röthis derzeit 59 Lehrlinge im Alter von 15 bis 17 Jahren ausgebildet.
- Auch das "Blum-Modell" beginnt zu greifen: Dabei werden jene Betriebe gefördert, die zusätzliche Lehrlinge ausbilden. Die Förderung wird den Arbeitgebern als monatlicher Zuschuss zu den Kosten der Lehrausbildung ausbezahlt: Im 1. Lehrjahr 400 Euro pro Monat, im 2. Lehrjahr 200 Euro pro Monat und im 3. Lehrjahr 100 Euro pro Monat. Vom AMS wurden bisher 532 Förderungsansuchen genehmigt.

Jobs for you(th) - der Jugend Chancen bieten

Das im Jahr 2004 ins Leben gerufene Jugendbeschäftigungsprogramm "Jobs for you(th)" wird fortgesetzt und in Teilbereichen weiter ausgebaut. Es zielt auf arbeitslose Jugendliche mit einer Vormerkdauer von mehr als drei Monaten ab. Das Programm sieht insgesamt zwölf Maßnahmen vor, informierte AMS-Landesgeschäftsführer Strini: Neben dem Einsatz von Eingliederungsbeihilfen und der Bereitstellung temporärer Beschäftigungsmöglichkeiten im Rahmen gemeinnütziger Beschäftigungsprojekte wie Integra, der Dornbirner Jugendwerkstätte, der Arbeitsinitiative Bezirk Feldkirch oder der Arbeitsinitiative ABO im Raum Bludenz werden Jugendliche auch im Rahmen von Qualifizierungsmaßnahmen betreut.

Mit Stichtag 31. Dezember 2005 sind 397 Jugendliche - davon 356 von bis sechs Monaten und 41 über sechs Monate - ohne Beschäftigung.

Jugendbeschäftigungsgipfel am 10. Februar

Ein Bericht über die bisherigen und weitere Maßnahmen wird auf der Tagesordnung eines Beschäftigungsgipfels mit Schwerpunkt Jugendbeschäftigung am Freitag, 10. Februar stehen. Auf Einladung von LH Sausgruber werden Vertreter von Land, AMS, Gemeindeverband und Sozialpartnerschaft daran teilnehmen.
(tm)

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