Symposion zu EU-Vorzeige-Projekt "LebensRaumLiesing"

Erfahrungen beim Rückbau des Liesingbaches werden 180 internationalen Fachexperten im Wiener Rathaus präsentiert

Wien (OTS) - Anlässlich einer Pressekonferenz am Montag betonte
der Dritte Präsident des Wiener Landtages Heinz Hufnagl die historische Vorreiterrolle Wiens bei den Themen Wasserqualität und Versorgungssicherheit: "Legendär ist die Hochquellwasserversorgung, weltweit viel beachtet wurden unsere Anstrengungen beim Hochwasserschutz, wie zum Beispiel die Neue Donau und die Donauinsel. Für die Leistungen der letzten Jahre stehen exemplarisch die modernste Kläranlage Europas und die Restrukturierungs-Maßnahmen am Wienfluss im Zusammenhang mit einer Verbesserung des Hochwasserschutzes. Wir sind stolz darauf, dass Wien der internationalen Fachwelt als 'Eldorado' der Wasserprojekt-Entwicklung gilt."

Schwerpunktthema bei dem Fachsymposium, das am 16. und 18. Jänner im Wiener Rathaus stattfindet, wird die 2002 begonnene Renaturierung des Liesingbaches sein. Dieses innovative EU-Pilotprojekt ist besonders komplex. Wegen des akuten Platzmangels sind Verbesserung der ökologischen Situation von Fließgewässern im städtischen Raum besonders kompliziert. "Gerade deshalb ist dieses Projekt für die Fachgemeinde europaweit von höchster Brisanz, da die Wasserrahmenrichtlinie auch für Gewässer im verbauten Bereich strukturelle und ökologische Verbesserungen vorschreibt", sagte DI Walter Redl von der MA 45.****

"Die rund 180 Teilnehmer kommen aus der ganzen Welt, um aus unseren Erfahrungen zu lernen. Viele kommen aus den EU-Ländern, gilt es ja bis 2015 die EU-Wasserrahmenrichtlinie mit dem Ziel, die Gewässer in einen guten ökologischen Zustand zu bringen, umzusetzen. Für die Gäste aus anderen Ländern, zum Beispiel aus Nigeria, ist ,Wasser´ ohnehin ein Top1-Thema", beschreibt die zuständige Projektleiterin der MA 45, Dr. Ulrike Goldschmid, die Interessenslage der Teilnehmer. Ergänzt wird dieses Symposium durch die Abschlusskonferenz zum INTERREG IIIA Projekt FIDON Wien-Györ am 17. und 18. Jänner, ebenfalls im Wiener Rathaus. Auch bei diesem bilateralen Projekt mit Ungarn geht es um die strukturelle Verbesserung von Fließgewässern.

Die Verbesserung des Lebensraumes der Menschen, der Tiere und Pflanzen einer gesamten Region ist das Ziel der Renaturierung des Liesingtales. "Seit 2002 schreitet der naturnaher Rückbau des Baches zügig voran. Auf 5,5 km hat die Liesing einen betonfreien und naturnahen Verlauf erhalten, dadurch wurden die Lebensbedingungen für Fische und andere Lebewesen verbessert und die Selbstreinigungskraft des Gewässers kommt wieder zurück, bei Beibehaltung des vollen Hochwasserschutzes", erklärte Ing. Wilfried Fellinger. Das interdisziplinäre Projekt der MA 45 - Wasserbau wird ergänzt durch den Bau eines neuen Abwasser-Kanalsystems im Liesingtal. Von Kledering bis zur Kläranlage Blumental (beides im 10. Wiener Gemeindebezirk) ist das Projekt bereits fertig gestellt.

Ein laufendes ökologisches Monitoring zeigt bereits erste sehr positive Ergebnisse, berichtet Goldschmid: "Die Auswirkungen auf das Ökosystem sind bereits messbar, es gibt derzeit bereits wieder 7 Fischarten in dem restrukturierten Abschnitt, durch den Wegfall schwefelhaltiger Thermalwässer verbesserte sich die Wasserqualität von Klasse 4 auf Klasse 2-3."

Bis 2015 will die Stadt Wien die gesamte Liesing in ein naturnahes Gewand kleiden, dann werden die 23 Kilometer, die die Liesing durch Wien fließt, wieder Lebensraum für ein intakte Lebensgemeinschaft unterschiedlichster Tierarten und Erlebnisraum für die erholungssuchende Bevölkerung sein.

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