Geldwäsche - neuer "Nebenerwerb" für arglose Bürger

Bundeskriminalamt (.BK) warnt vor der Annahme von unseriösen Angeboten

Wien (OTS) - In den letzten Tagen werden massenweise E-Mails an österreichische Adressaten verschickt, in denen im Namen einer Firma Absolut Finance GmbH die Tätigkeit eines "regionalen Finanzmanagers" angeboten wird. Die Erhebungen des Bundeskriminalamtes haben ergeben, dass dieses Unternehmen im Firmenbuch nicht aufscheint. Mit solchen Angeboten sollen nur Personen angeworben werden, die ihre Konten zur Verfügung stellen, um die Herkunft von illegal erworbenen Geldern zu verschleiern. Personen, die ein solches Angebot annehmen laufen Gefahr sich als Mittäter von Geldwäschern strafbar zu machen.

Nach den bisherigen Erfahrungen werden die Personen, die sich auf diese Mails melden, aufgefordert ein Datenblatt auszufüllen, um eine gewisse Seriosität vorzugaukeln. Danach wird ihnen aufgetragen bei einer österreichischen Bank ein Konto zu eröffnen und die Kontodaten an die Firma weiterzuleiten. In der Folge wird ihnen dann per Mail oder Telefon die Überweisung eines bestimmten Betrages auf dieses Konto angekündigt. Gleichzeitig werden sie angewiesen den Betrag unverzüglich in bar zu beheben und ins Ausland weiter zu transferieren. In der Regel erfolgt dies durch so genannte Money Transmitter-Gesellschaften, d.h. durch konzessionierte Firmen, die zum weltweiten Geldtransfer befugt sind.

Für diese Dienstleistung wird dem Interessenten ein Honorar von etwa fünf Prozent der Überweisungssumme angeboten, das gleich nach der Barbehebung einbehalten werden kann.

Das Bundeskriminalamt warnt davor solche "Angebote" anzunehmen, da die überwiesenen Gelder meist aus kriminellen Geschäften stammen und nur "rein gewaschen" werden sollen. In solchen Fällen werden selbstverständlich polizeiliche Ermittlungen gegen alle, die ein solches Angebot angenommen haben, aufgenommen. Gemäß dem österreichischen Strafrecht liegt bei solchen Handlungen der Verdacht der Geldwäsche vor, ein Delikt, das mit bis zu zwei Jahren Haft bestraft werden kann. Außerdem kann noch eine hohe Verwaltungsstrafe nach dem Bankwesengesetz verhängt werden, da es sich um eine Tätigkeit handelt, die besonders konzessionierten Unternehmen vorbehalten ist.

Rückfragen & Kontakt:

Bundeskriminalamt
Oberst Gerald Hesztera
Tel.: 0664 - 323 00 16

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