Ortstafelgespräche werden im Frühjahr fortgesetzt

Verhandlungsrunde von BK Schüssel, LH Haider und Bürgermeistern war "offen, lösungsorientiert und sehr detailliert"

Klagenfurt, Wien (LPD) - Bundeskanzler Wolfgang Schüssel und Kärntens Landeshauptmann Jörg Haider haben heute, Freitag, Abend zur Ortstafelfrage mit zwölf Bürgermeistern von Südkärntner Gemeinden eine Verhandlungsrunde im Bundeskanzleramt in Wien geführt. Der Bundeskanzler sprach nach den dreistündigen Verhandlungen von "offenen, lösungsorientierten und sehr detaillierten Gesprächen". Wie der Landeshauptmann gegenüber dem Landespressdienst bemerkte, habe die in den betroffenen Gemeinden durchgeführte Umfrage mit der starken Ablehnung des vorliegenden Lösungspaketes im Rahmen des Gedankenaustausches starke Wirkung gezeigt. Wenn es einen Konsens geben solle, dann werde er anders aussehen als der vorliegende Vorschlag, so Haider.

Schüssel bezeichnete die heutige Gesprächsrunde als wichtigen Schritt. Er stehe weiterhin hinter dem Modell 10/15 Prozent, verbunden mit vertrauensbildenden Maßnahmen und einem entsprechenden Zeitrahmen. Ihm gehe es um eine im Konsens aller Beteiligten zu erarbeitende Gesamtlösung, die heute auch Gegenstand der Verhandlungen war. Weiters meinte Schüssel, dass nichts dagegen spreche, Erhebungen durchzuführen, um die Stimmung in der Bevölkerung zu eruieren. Im Frühjahr werde es weitere Gespräche geben, kündigte der Bundeskanzler an. Er sei zuversichtlich dann einen Konsens zu erreichen, da man schon nahe an einer Konsenslösung gewesen sei. Weiters stellte er fest, dass es bis zum Jahr 2000 keine Bewegung in der Ortstafelfrage gegeben habe. Erst durch ihn und Landeshauptmann Haider habe es konkrete Fortschritte gegeben.

Am Gespräch im Bundeskanzleramt nahmen die Bürgermeister von St. Jakob/Rosental, Feistritz/Rosental, Bad Eisenkappel, Sittersdorf, Bleiburg, St. Kanzian und Neuhaus teil. Ebenso anwesend waren die Gemeindeoberhäupter von Zell und Feistritz ob Bleiburg.
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