Zukunftsdiskussion: Österreich hat ein kerngesundes Sozialsystem

Synergien aus gelebter individueller Verantwortung und der sozialen Verantwortung des Staates sind Zukunftskonzepte, auf die

man bauen kann = Linz, 13. Jänner 2006 (ÖVP-PD) "Wir können zuversichtlich in die Zukunft schauen, denn Österreich hat ein im Kern gesundes

Sozialsystem", so Mag. Stefan Wallner von der Caritas heute, Freitag, im Rahmen des Jahresauftaktes "Ideen säen. Zukunft ernten" der ÖVP im Linzer Kunstmuseum Lentos. "Über 80 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher gehe es ausgezeichnet. Oberste Priorität habe, dass wir auch jene, denen es schlecht geht, an der Hand und mit in Richtung Zukunft nehmen. "Mit 22 Sozialberatungsstellen hilft und berät die Caritas in Not geratenen Österreicherinnen und Österreichern", so Wallner. "Ziel ist, dass das EU-Wirtschafts- und Sozialmodell die Balance zwischen Sicherheit, Freiheit und Verantwortung findet, sowohl auf nationaler, als auch auf internationaler Ebene", betonte Wallner. Subsidiarität müsse gelingen, sodass Politik nur dort handle, wo sie steuern müsse. Auch die Frage nach Gott sei eine zentrale. "Gottesdienst ohne Dienst am Menschen, Gottesliebe ohne Liebe zum Nächsten funktioniere nicht. "Direkte Solidarität ist die zentrale Herausforderung", so Wallner. ****

"Solidarität wird in Österreich gelebt", ist sich auch Mag. Bernhard Jany vom Österreichischen Roten Kreuz sicher und betonte im Rahmen der Zukunftsdiskussion, "dass unsere größte Herausforderung eine stärkere Aktivierung der Zivilgesellschaft ist". Die wichtigste Frage laute, "Wie gehen wir mit Pflegebedürftigen um?" "Das Engagement des Einzelnen, eine Synergie aus gelebter individueller Verantwortung und der sozialen Verantwortung des Staates sind Zukunftskonzepte, auf die man bauen kann", betonte Jany. Das Zusammenwirken von Bürger und Staat, aber auch das verstärkte Engagement der Jugend seien notwendig, um gemeinsam in eine gesicherte soziale Zukunft zu gehen. "Ich würde mir ein Unterrichtsfach 'Lebenspraxis' wünschen, um den jungen Menschen soziale Kompetenzen auf ihrem weiteren Lebensweg mitzugeben", sagte Jany weiter. Der von der Sozialdemokratie prophezeite Abgang des sozialen Staates finde in Österreich nicht statt. "Armut bekämpfen und in die Zukunft denken ist unser Ziel", betonte Jany.

"Wir wollen Individuen sein und nicht Teil einer Masse", so Istvan Deli, Bundesschulsprecher zum Thema Zukunft. Ausbildung sei das Fundament auf das wir alle bauen. Der Staat schaffe Rahmenbedingungen, um wichtige, lebenslange Fortbildung zu sichern. Positiv erwähnt Deli vor allem die Entlassung der Universitäten in die Autonomie. Das selbstständige Entscheiden über Mittel und Ziele seien Schritte in die richtige Richtung. Junge Menschen seien zielstrebig und selbständig. "Die Jugend ist in Aufbruchstimmung", betonte Deli.

"Ich starte einen Aufruf an alle die sich durch Zukunftsängste lähmen lassen: Nutzt die euch gebotenen historischen Chancen, euch, euer Unternehmen und damit Österreich neu zu positionieren", sagte Dr. Maria Lehrl Geschäftsführerin von LifeOptics. Auch für Lehrl ist Ausbildung die Basis, auf die Zukunft aufbaut. "Man muss die Wirtschaft in den Bildungsprozess einbinden", so Lehrl. Sie schlägt den Einsatz von Wirtschaftsbeiräten vor. "Universitäten produzieren für den Markt und der Markt ist Wirtschaft, ein Zusammenspiel ist unumgehbar", sagte Lehrl weiter. Ausbildung sei Investition in die Zukunft, denn "hinter Entwicklung, Forschung und Innovation stehen Menschen", betonte Lehrl.

"Die Verflechtung Österreichs mit anderen Ländern ist ein wichtiger und richtiger Schritt", betonte Mag. Barbara Wösner von der Wiener Börse bei der Zukunftsdiskussion. Der österreichische Kapitalmarkt habe seine Chancen genutzt und sei nun international anerkannt. "Wesentlich ist die gute Entwicklung der Zusammenarbeit wirtschaftlicher Verflechtungen", sagte Wösner weiter. "Wir müssen Zukunftschancen nutzen und immer den nächsten Schritt wagen. Wir haben viel erreicht und haben tolle Verbündete auf Regierungsebene", so Wösner. Man müsse sich trauen, Chancen zu nützen und zu ergreifen. Wichtig sei vor allem, Partnerschaften zu leben und "die Hilfe von Mensch zu Mensch", betonte Wösner. Von Beginn an, müssten starke Netzwerke gebildet werden. Europa sei die Zukunft. "Wir müssen in die Zukunft investieren, weil die Zukunft sind die Menschen", sagte Wösner abschließend.

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