Gehrer versperrt Weg zu modernem Bildungssystem

Frais: "Reform des Bildungssystem erfordert Wechsel im Bildungsministerium"

Linz (OTS) - "Gesetzlicher Anspruch auf Ganztagsschule, Einschränkung der Klassenwiederholungen, Qualitätssicherung durch unabhängige Qualitätskontrolle sind nur einige von vielen Verbesserungsvorschlägen der Zukunftskommission, die Bundesministerin Gehrer verhindert hat. Auch die Entscheidung über die 300 zugesagten Stützlehrer wurde von ihr zuletzt wieder verschoben. Anstatt nach der Aufhebung der 2/3-Mehrheit endlich Österreichs Bildungssystem zukunftsorientiert weiterzuentwickeln, betreibt Gehrer eine Politik des Stillstands. Sogenannte ‚Schulpakete‘ zur Umbenennung des Turnunterrichts in ‚Bewegung und Sport‘ und zum Überspringen von Schulklassen behandeln Nebensachen und sollen nur von der generellen Blockadepolitik ablenken. Die Bildungsministerin hat keine Antworten auf die Herausforderungen im Bildungssystem. Im Interesse der SchülerInnen und LehrerInnen in Österreich sollte sie besser heute als morgen ihren Ministersessel räumen", so SP-Klubobmann Dr. Karl Frais.

Es sei unwürdig für eine österreichische Ministerin keine Zukunftsperspektiven für das eigenen Ressort zu haben, betont Frais. "Gehrer verbaut mit ihrem rückständigen Bildungszugang die Zukunftschancen der jungen Menschen in Österreich. Anstatt das Bildungssystem zukunftsorientiert weiterzuentwickeln, verwehrt sie sich gegen jede innovative Idee und macht sogar die Ergebnisse der eigenen Zukunftskommission schlecht. Das österreichische Bildungssystem braucht aber keinen Bremsklotz als Ministerin, sondern eine Visionärin mit dem Mut zur positiven Gestaltung".

Die Ergebnisse der Zukunftskommission seien schon vor der öffentlichen Präsentation im Bildungsministerium entsprechend verwässert worden, um sie näher an Gehrers Vorstellungen heranzuführen, stellt Frais fest. "Selbst gegen diese entschärfte Version der Ideen der Zukunftskommission hat Gehrer heftig opponiert. Sie ist nicht bereit, die notwendigen Änderungen im Bildungssystem durchzuführen. Sogar eigene Experten wie DDr. Günther Haider werden von der ÖVP öffentlich schlecht gemacht, wenn ihre Ergebnisse sich nicht mit den Vorstellungen der ÖVP decken. Das ist eine undemokratische und für das Bildungssystem unwürdige Vorgehensweise".

Frais: "Die Bilanz von 11 Jahren Gehrer ist für das österreichische Bildungssystem vernichtend: Stundenkürzungen, Lehrermangel an den Schulen, sinkende Werte bei den Vergleichstests wie PISA, Chaos an den Universitäten und weniger Zukunftschancen für die österreichischen Jugendlichen".

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