aws: Gezielte Fokussierung in der Nanotechnologie-Förderung unabdingbar

Förderbank aws setzt bei Mariazeller Gesprächen auf nachhaltige Strategien

Wien (OTS) - Eine maßgeschneiderte Strategie, die enge Kooperation von Wissenschaft und Wirtschaft und vor allem eine gezielte Fokussierung der Fördermaßnahmen der öffentlichen Hand auf einige wenige Stärkefelder sieht die aws als Voraussetzung für die nachhaltige Entwicklung von Hochtechnologiewachstumsfeldern in Österreich. Dies betonte Sonja Hammerschmid, Bereichsleiterin für die Technologie- und Innovationsförderung der staatlichen Förderbank austria wirtschaftsservice, im Rahmen der heurigen Mariazeller Gespräche zu Wissenschaft und Technologie. Unter dem Titel "Nanotechnologien" diskutieren im steirischen Wallfahrtsort heuer Expertinnen und Experten die strategischen, gesellschaftlichen und industriellen Aspekte der Entwicklungen auf dem Nanotech-Sektor.

"Die breit angelegte wissenschaftliche Forschung legt eine Basis für zukünftige Entwicklungen. Aber erst die wirtschaftliche Umsetzung von Forschungsergebnissen in echte Produktinnovationen bringt gesellschaftlichen Nutzen und damit einen sozio-ökonomischen Return on Investment", so das Credo der Expertin. Gerade die wirtschaftliche Umsetzung steckt für Hammerschmid weltweit noch in den Kinderschuhen. Im Bereich der Nanosysteme rechnet man bis 2008 mit ersten Umsätzen durch neuartige elektronische Anwendungen, der Markt der Nanowerkzeuge (derzeit USD 181 Mio.) soll sich bis dahin versiebenfachen. Einzig im Bereich der Nanowerkstoffe ist die wirtschaftliche Relevanz bereits signifikant: USD 7.000 Mio. werden zur Zeit mit Antihaftbeschichtungen, Skiwachsen, Sonnencremen und anderen intelligenten Nanoprodukten erzielt, mit Steigerungsraten von rund 20%.

Um Österreichs Teilhabe an der noch jungen Entwicklung zu sichern, ist für die aws ein effizienter Technologietransfer und vor allem eine nachhaltige Förderung unabdingbar: "Um an dem für 2010 erwarteten Weltmarkt von USD 28.000 Mio. partizipieren zu können, benötigen wir eine nationale Kraftanstrengung", so Sonja Hammerschmid in Mariazell. Das bedeute vor allem Investitionen in betriebliches Wachstum, Technologie-Enabling und Technologietransfer. Die betriebliche Forschung ebenso wie die Grundlagenforschung liefere zwar den Ausgangspunkt für die Entwicklung, aber nur durch den konsequenten Auf- und Ausbau von innovativen Betrieben sei es möglich, letztendlich Arbeitsplätze zu schaffen und die Zukunft aktiv zu gestalten.

"Die betriebliche Forschungsförderung ist ein Kind der Wirtschaftsförderung. Unser Ziel muß die Steigerung der Wertschöpfung durch die produktorientierte Umsetzung der Forschungsergebnisse sein. Daher ist die auf das Gesamtunternehmen abstellende, nachhaltige Wirtschaftsförderung gerade in den Hochtechnologie-Schwerpunktfeldern essentiell." unterstreicht Horst Bednar, Geschäftsführer der aws, die Wichtigkeit des Ansatzes. Nur durch ein klares Bekenntnis sei die Kraft der Innovation für eine dynamische Entwicklung nutzbar zu machen.

Die Förderbank austria wirtschaftsservice investierte 2005 rund EUR 1.000 Mio. in Form von Krediten, Zuschüssen und Haftungen in Wachstum und Beschäftigung. Mit ihrem im Auftrag des BMWA abgewickelten Nano-Netzwerkprogramm und breiten Förderangeboten für Unternehmen in allen Wachstumsphasen bietet die aws innovativen Betrieben im Bereich Nanotechnologie optimale Begleitung und Unterstützung.

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