Postgewerkschaft: Börsegang wirtschaftspolitisch höchst bedenklich

Zahlen, Daten und Fakten sprechen eindeutige Sprache

Wien (GPF/ÖGB) - Die Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten stellt sich gegen den von der Regierung beschlossenen Börsegang der Österreichischen Post AG. Die Zahlen, Daten und Fakten sprechen eine eindeutige Sprache, so der Vorsitzende der Postgewerkschaft Gerhard Fritz.++++

Weder das vom Vorstand der Post AG präsentierte Projekt Wachstum 2008.plus noch die Entwicklungen der Süd-Osteuropaauftritte geben Grund zu der Annahme der Postvorstand wäre in der Lage einen erfolgreichen Börsegang zu garantieren. Damit bestätigt der Vorstand gleichzeitig, dass es sich bei dem der Öffentlichkeit versprochenen Wachstumspaket lediglich um Umsatzfantasien handelt.

Der Vorstand der Post AG gefährdet den Postbörsegang vielmehr sogar selbst, indem er den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zwar einerseits in einem persönlichen Mitarbeiterbrief das Blaue vom Himmel verspricht, gleichzeitig in der Sendung Zeit im Bild 2 vom 12.1.2006 keinerlei Garantien abzugeben bereit ist. Dies zeige vielmehr dass GD Wais sich selbst der Sache nicht sicher ist. Der Weg ist daher für die Postgewerkschaft vorgezeichnet. Personalabbau, Schließung von Betriebsteilen, Auslagerungen und Notverkäufe sind demnach nicht ausgeschlossen.

Die Annahme von GD Wais, die MitarbeiterInnen sind motiviert und in voller Euphorie für den Börsegang, zeigt dass GD Wais weit weg vom Betriebsgeschehen ist. Eine im November des Vorjahres durchgeführte Umfrage bestätigt das negative Stimmungsbild in der Kollegenschaft. Demnach sprechen sich 92,7% der Befragten für gewerkschaftliche Kampfmaßnahmen aus. Die Gewerkschaft wird am Montag, dem 16.1.2006, im Zentralvorstand über die weitere Vorgehensweise befinden.

ÖGB, 13. Jänner
2006
Nr. 16

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Martin Palensky
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