Prammer zu Fristenregelung-Debatte: Aus Rauch-Kallats Schweigen spricht "unerträgliche Missachtung"

Wien (SK) - Klar ablehnend reagierte die Zweite Präsidentin des Nationalrates, SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Barbara Prammer auf die Allianz von Bischof Andreas Laun und FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache, die sich bei der Fristenregelung auf eine Linie stellen. "Die Fristenregelung ist unter keinen Umständen in Frage zu stellen", sagte Prammer. Weiters kritisierte Prammer: "Das Schweigen der Frauenministerin kommt einer stillen Billigung gleich und zementiert den achtlosen Umgang mit einem Großteil der Menschen in Österreich, den Frauen, ein." Aus dieser Haltung spreche "unerträgliche Missachtung". ****

Dass die Fristenregelung immer wieder in Frage gestellt wird, sei untragbar. "Hände weg vom Schwangerschaftsabbruch", dieser Satz sei heute gültiger denn je. Der neuerliche unqualifizierte Vorstoß auf Erschwerung bis hin zur Abschaffung der Fristenregelung zeige eindeutig, wie wichtig es sei, die Fristenregelung aus dem Strafgesetzbuch in ein anderes Rechtsgebiet zu transferieren.

Prammer erinnerte an das Los von Millionen Frauen, die vor der Fristenregelung ihr Leben lassen mussten. "Strache und Co. zeigen ihr wahres Gesicht und wo sie die Frauen haben wollen - ohne Eigenständigkeit, kein Unabhängigkeit, sondern als Menschen zweiter Klasse", betonte Prammer.

"Die Frauen in den 70er Jahren haben gewusst, dass die Fristenregelung unerlässlich für das Selbstbestimmungsrecht ist. Diese Freiheit wird wieder aufs Spiel gesetzt. Wir wollen nicht zurück ins Mittelalter, wir müssen weiter kommen", sagte Prammer. (Schluss) up/mp

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0003