Konferenz: "Greening Events" am 16. und 17. Jänner in Wiener Hofburg

In Workshops und Diskussionen wird erörtert, wie Großereignisse umweltverträglich, sozial gerecht und nachhaltig organisiert werden können - Umweltminister Pröll eröffnet

Wien (OTS) - Am 16. Jänner wird Umweltminister Josef Pröll in der Wiener Hofburg die Konferenz "Greening Events" eröffnen. Internationale und österreichische ExpertInnen werden neue Wege diskutieren, Großveranstaltungen wie die Fußball-EM 2008, die Europäische Kulturhauptstadt Linz 2009 oder Roskilde als eines der weltgrößten Musikfestivals möglichst umweltgerecht, sozial verträglich und zugleich ökonomisch erfolgreich zu organisieren. Spätestens seit dem Weltgipfel für Nachhaltige Entwicklung in Johannesburg 2002 hat sich eine umweltgerechte Ausrichtung politischer Konferenzen, vor allem aber auch sportlicher und kultureller Großereignisse als internationaler Standard etabliert. Die Konzepte reichen von besonderem Abfallmanagement, Catering mit regionalen, saisonalen Bio-Lebensmitteln und "Fair Trade"-Produkten bis zur Barrierefreiheit für behinderte Menschen. Auch die österreichische EU-Präsidentschaft setzt sich unter dem Motto "Greening the Austrian EU-Presidency 2006 - Greening Events" das Ziel, ihre Veranstaltungen nachhaltig auszurichten.

Zentrale Fragen der Konferenz sind u. a.: Wie kann die öffentliche Verwaltung die Ausrichtung von "Green Events" fördern? Welche entscheidenden Handlungsbereiche gibt es, um Events umweltverträglicher zu gestalten? Kann der prosperierende Event-Markt zur Kommunikation von Nachhaltigkeitszielen genutzt werden?

Diese Fragen werden in sechs Workshops mit beschränkter TeilnehmerInnenzahl erarbeitet. Fragen zur Fußball WM 2006 in Deutschland verhandeln u.a. Hartmut Stahl (Öko-Institut Darmstadt) und Dirk Leibfried (WM Büro Kaiserslautern); an den Herausforderungen eines der weltgrößten Musikfestivals in Roskilde wird sich die Diskussion in Workshop 2 mit dessen Environmental Manager Thomas Niebuhr orientieren; die Errungenschaften des Weltgipfels in Johannesburg 2002 rekapitulieren Tzila Katzel (Re-Action Consulting, Südafrika) und Txema Castiella i Viu (Barcelona).

Am Dienstag stehen Events für Österreich zur Diskussion. Wie Linz nachhaltig als Europäische Kulturhauptstadt 2009 reüssieren kann, denkt u. a. Gerda Forstner (Linz Kultur) an; weiters werden die Fußball-EM 2008 in Österreich/Schweiz mit Martin Weishäupl (brainbows informations-management) und die Event-Stadt Schladming hinsichtlich der Schi-WM-2011 diskutiert. Wie Konferenzen insgesamt umweltgerecht organisiert werden können, wird André Philippe Hébert (COP11/MOP1 -Montreal) mit den Workshop-TeilnehmerInnen besprechen.
Abschließend werden Wolfgang Lorenz (Intendant der Kulturhauptstadt Graz 2003) und Monika Zimmermann (ICLEI International Training Centre Freiburg) die Machbarkeit und Konferenzziele kommentieren.

Für konkrete Fragen stehen Informationsstände zur Verfügung. Die Idee von EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) und vom österreichischen Umweltzeichen und Eco-Label wird vom Lebensministerium präsentiert; "Fairtrade" informiert über Produkte aus fairem Handel; "die umweltberatung" und BIO Austria geben Informationen über die Vorteile von BIO-Lebensmitteln und Fleisch aus artgerechter Tierhaltung. Für Fragen zum optimalen Energieeinsatz, wie er auch während des EU-Vorsitzes praktiziert wird, ist "Ökostrom/ Energie- und Gebäudecontracting" vor Ort; die Initiative des Landes Steiermark "G’scheit feiern - die neue steirische Festkultur" weiß, wie auch regional verankerte Feste umweltneutral über die Bühne gehen können.

Die Ergebnisse der Konferenz werden in ein Schlussdokument münden, das Empfehlungen für konkrete Schritte zur Organisation von Green Events enthält.
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