Kursbeginn im EQUAL-Projekt "First Aid in Integration": AsylwerberInnen bereiten sich auf den Arbeitsmarkt vor

Wien (OTS) - Zu Beginn dieser Woche liefen die Qualifizierungs-
und Berufsorientierungskurse des Wiener EQUAL-Projektes "First Aid in Integration" an. 112 Flüchtlinge im Asylverfahren bekommen die Möglichkeit, ihre Kenntnisse hinsichtlich sozialer, rechtlicher und administrativer Belange zu erweitern. Die erworbenen Fähigkeiten und das erlangte Wissen sind sowohl für die berufliche Orientierung und die Jobsuche als auch für den Arbeitsalltag hilfreich und relevant.

Projektleiter Reinhold Eckhardt freut sich über das große Interesse an den Kursen: "Aus über 700 Interessierten wurden 112 AsylwerberInnen ausgewählt, die im Laufe der nächsten sechs Monate zusätzliche Kompetenzen erwerben werden." Die Maßnahmen, die im Rahmen von "First Aid in Integration" angeboten werden, haben alle ein gemeinsames Ziel: Die Situation von AsylwerberInnen dahingehend zu verbessern, dass diese ihr Leben in Österreich eigenständiger gestalten können.

Waltraud Schlögl, Leiterin der Qualifizierungskurse: "Durch die Teilnahme an unseren Kursen erhalten insgesamt 224 AsylwerberInnen aus Wien die Chance, ihr Potential in den kommenden Monaten neu zu entdecken und zu stärken. Das enorm hohe Interesse an den Kursen beweist eindrucksvoll, wie groß der Bedarf an Qualifizierungsangeboten seitens der AsylwerberInnen ist."

AsylwerberInnen haben kaum Möglichkeiten, ihr vielfältiges Wissen und ihre Erfahrungen am österreichischen Arbeitsmarkt einzusetzen. "Ob Tierärztin, Hebamme, Blindenhundetrainer, Arzt, Lebensmitteltechnologin, Agrarwissenschafter, Restaurator oder Krankenschwester", berichtet Monika Dundler, Leiterin der Berufsorientierungskurse, "hier in Österreich sind AsylwerberInnen vom Arbeitsmarkt praktisch ausgeschlossen." Die Kurse sind ein erster wichtiger Schritt, um die Wartezeit bis zur Entscheidung des Asylverfahrens für eine optimale Vorbereitung auf den Arbeitsmarkt zu nutzen.

Ein wesentliches Ziel des Projekts ist es, AsylwerberInnen den Zugang zum Arbeitsmarkt zu erleichtern. Schlögl: "Durch die Kurse und mit Hilfe der gesamten Entwicklungspartnerschaft soll auch daran erinnert werden, dass AsylwerberInnen, laut EU-Richtlinie, der Zugang zum Arbeitsmarkt zu erleichtern ist. Nach langen Jahren des Wartens und zwangsweisem Nichtstun wird es immer schwieriger, in die Arbeitswelt zurück zu finden."

"Deutsch zu lernen und zu arbeiten", das ist neben einem positiven Asylbescheid der größte Wunsch von AsylwerberInnen. Die derzeitige österreichische Rechtslage lässt deren Erfüllung jedoch in weite Ferne rücken.

Gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit

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