Strutz beruft Sonderaufsichtsrat der KABEG ein

BZÖ verlangt Vertragskündigung und Umstellung auf leistungsorientierte Abrechnung

Klagenfurt (OTS) - Der Vorsitzende der KABEG LHStv. Martin Strutz hat heute, Donnerstag, den Aufsichtsrat der KABEG zu einer Sondersitzung zum Thema Sonderklasseversicherung einberufen. Dem Land Kärnten sind im Gesundheitsbereich Millionenbeträge verloren gegangen- aufgrund der Umstellung des Abrechnungssystems für die Sonderklasse von einer Einzelabrechnung auf eine pauschale Abrechnung nach Pflegetagen und verabsäumten Verhandlungen dieses Modell den in anderen Bundesländern üblichen leistungsbezogenen Honorierungen anzupassen.

Wie Landeshauptmann Jörg Haider und LHStv. Martin Strutz heute in einer Pressekonferenz erläuterten, zeigt die Entwicklung, dass die Abgeltung für die Behandlungen deutlich unter jenen der anderen Bundesländer liegen. Haider und Strutz verlangten, das bestehende Abrechnungssystem auf ein leistungsorientiertes System - wie in den anderen Bundesländern - umzustellen, damit ein Angleich an den österreichischen Durchschnitt ermöglicht werde. Haider und Strutz kritisierten weiters, dass durch das bestehende System einerseits die Privatversicherungen große Gewinne machen und/ aber andererseits die KABEG Verluste in Kauf nehmen müsse. Die Aufrechterhaltung des bisherigen Betragszustandes ist für das BZÖ undenkbar und die BZÖ Vertreter forderten heute die Kündigung des Vertrages. Bei einer Vertragskündigung wäre auch eine Direktverrechnung mit den Patienten aufgrund der EDV-mäßigen Erfassung der Leistungen technisch kein Problem. Den Patienten würden keine Nachteile erwachsen, da die KABEG die Leistung direkt mit den Versicherungen abrechnen könnte.
Die Forderungen des BZÖ:

+ Umstellung der Arztgebührenabrechnung auf ein leistungsorientiertes Österreichschema + Abgeltung nach neuen Tarifen + Harmonisierung der Verträge in allen öffentlichen und privaten Krankenanstalten in Kärnten + Angleich der Tarife in Richtung Durchschnitt der restlichen Bundesländer + Tageschirurgischer Vertrag für das LKH Klagenfurt + Aufkündigung des Vertrages mit dem Versicherungsverband + Neuaufnahme von Verhandlungen um die gerechtfertigten Forderungen umzusetzen und die finanzielle Benachteiligung Kärntens zu beenden.

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