Hotelbetriebe zeigen Interesse an online-Benchmarking

Teilnehmerzahl von 200 Betrieben für "Webmark Hotellerie" soll bis Ende März erreicht werden - Stolba: Leistbares System auch für Klein- und Mittelbetriebe

Wien (PWK013) - Bereits mehr als 100 Hotels aller Kategorien haben sich dazu entschlossen, ein online-Benchmarkingsystem einzuführen, mit dem sie ihre Unternehmenskennzahlen künftig mit ähnlichen Betrieben anonym vergleichen können. Damit das auf Initiative des Fachverbandes Hotellerie, des Wirtschaftsministeriums und der Tourismus-Bank ÖHT entwickelte System "Webmark Hotellerie" ab Beginn nächsten Jahres realisiert werden kann, sind rund 200 Teilnehmer nötig. "Unser Ziel ist es daher, bis Ende März d. J. mindestens 100 weitere Interessenten zu finden", erklärt die Geschäftsführerin der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich, Petra Stolba.

Zu den bisher am stärksten vertretenen Unternehmen zählen die Drei- und Vier-Sterne-Betriebe, sowohl am Land als auch in der Stadt. Als Pioniere bei den Angebotsgruppen nehmen die Austria Classic Hotels sowie der Hotelring Wels mit beinahe allen ihren Mitgliedern an "Webmark Hotellerie" teil. Die Austria Classic Hotels zählen 18 privat geführte Häuser der gehobenen Drei- und Vier-Sterne-Kategorien.

Mit "Webmark Hotellerie" bekommt der Hotelier aktuelles Zahlenmaterial an die Hand, mit dem er sein Haus u.a. mit anderen Gruppierungen gleicher Kategorie, Lage und/oder Bettenzahl vergleichen kann. Dies ist eine wichtige Grundlage für Entscheidungen in Marketingfragen. "Es ist geplant, dass Angebotsgruppen die Ergebnisse ihrer Hotels als Gesamtheit - damit die Anonymität weiterhin gewährleistet ist - einsehen können und daurch Gruppenergebnisse per Mausklick verfügbar sind", erklärt dazu Klaus Grabler, Geschäftsführer der Partnerfirma Manova, die das System entwickelt hat.

Interessante Gesamtdaten erwartet man sich auch bei den Destinationen. "Mit dem System wird es für eine Stadt wie Wels möglich sein, die Entwicklung nicht nur in Hinblick auf Nächtigungszahlen, sondern auch bei den touristischen Umsätzen und der Auslastung zu analysieren".

Auch viele kleine Betriebe bekunden ihr Interesse und befürworten die Initiative der Wirtschaftskammer, freut sich Stolba. Denn bisher gab es keinerlei "Tools" zum Branchenvergleich, die auch für Klein-und Mittelbetriebe sinnvoll und vor allem leistbar waren. Bereits ab 100 Euro ist ein Beherbergungsbetrieb bei "Webmark Hotellerie" mit dabei. Je nach Auswahl individueller Module können verschiedene Kennzahlen mit Vergleichsgruppen ("Benchmarks") bzw. der gesamten Hotelbranche anonym verglichen werden. "Ein sehr dynamisches System, das allerdings keineswegs die unternehmerische Etnscheidung ersetzt, sondern vielmehr einen Marktüberblick liefert und aufzeigt, wo man mit Verbesserungen ansetzen muss", unterstreicht Stolba. (hp)

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Dr. Petra Stolba
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