Pacher: Feinstaub-Problematik nicht mit der Brechstange lösen!

Autos raus heißt Umsatz raus aus der Innenstadt

Klagenfurt (OTS) - Gegen die immer wiederkehrenden Versuche der Politik, den Individualverkehr als alleinig Schuldigen an der Feinstaubmisere dingfest zu machen, sprach sich heute Wirtschaftskammerpräsident Franz Pacher aus. Einerseits werde der hohe Anteil des Hausbrandes an der Feinstaubbelastung unter den Teppich gekehrt, andererseits seien auch die Busse der Stadtwerke mit großvolumigen Dieselmotoren und weitgehend ohne Partikelfilter unterwegs. Pacher: "Ich verlange von der Politik und vor allem von Verkehrslandesrat Dörfler mehr Kreativität, als vor lauter Einfallslosigkeit wieder einmal die Autofahrer zu drangsalieren. Wo sind die Projekte für die Einführung des elektrisch betriebenen O-Bus für die Landeshauptstadt? Wo bleiben die Pläne für eine drastische Ausweitung der Fernwärmeversorgung, um die staubintensiven Holz- und Kohleheizungen zu ersetzen? Die Brechstangen-Politik Dörflers gegen Autofahrer und Innenstadtkaufleute werden wir uns nicht gefallen lassen!"

Dörfler solle sich seine krausen Ideen wie die Einführung einer City-Maut umgehend an den Hut stecken. Die Händler und Dienstleister in der Stadt hätten ohnedies hart gegen die übermächtige Konkurrenz an der Peripherie und durch das ECE zu kämpfen. "Oder soll die City-Maut vielleicht nur innerhalb der Ringe gelten und das ECE mit seinen Parkplätzen frei zugänglich sein, während die Kunden aller anderen Geschäfte aus der Innenstadt vertrieben werden?", fragt Pacher.

Bereits die nunmehr vom Stadtsenat abgesegnete Feinstaubverordnung sei eine politische Unsinnigkeit und widerspreche jeglichem Hausverstand, kritisiert Pacher: "Die Situation braucht eine vernünftige, zwischen allen Beteiligten diskutierte Vorgehensweise, nicht einseitige politische Brachialmaßnahmen und einsame Verordnungen. Zuerst müssen im Rahmen eines Umwelt- und Verkehrsgipfels die notwendigen Maßnahmen festgelegt werden, dann kann man gemeinsam an die Umsetzung gehen." Wenn die Stadt ihre Unternehmer weiterhin wie unliebsame Bittsteller behandle, könne es für die Politik leicht ein böses Erwachen geben, warnt Pacher: "Schon jetzt stehen viele Geschäfte leer. Wenn Dörfler&Co. so weitermachen, werden es noch viel mehr werden, und die Politik kann dann die ausfallenden Steuerreinnahmen selber in die ohnedies apere Stadtkasse einzahlen."

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