SPÖ-Kärnten fordert bundeseinheitliches Jugendschutzgesetz

Prettner und Kaiser: Auch bundesweite Maßnahmen gegen Konsum von Alkopops durch Jugendliche dringend gefordert - Schrei nach verstärkter Präventionsarbeit

Klagenfurt (SP-KTN) - Mehr Mut und Profil in Sachen Jugendschutz fordert die Kärntner SPÖ von der schwarz-blau-orangen Bundesregierung. Dieser Forderung wird mit einem SP-Antrag im Kärntner Landtag entsprechend Nachdruck verliehen. "Wir fordern ein bundeseinheitliches Jugendschutzgesetz, da es ein untragbarer Zustand ist, dass gleichaltrige Jugendliche in Österreich völlig unterschiedlich behandelt werden, je nachdem in welchem Bundesland sie sich gerade aufhalten", erklärt SP-Klubobmann Peter Kaiser. Es sei zuwenig bloß einer "Harmonisierung der Bestimmungen" das Wort zu reden, es bedürfe "Mut, Verstand und Verantwortungsgefühl." Kaiser:
"Alle Jugendlichen haben das Recht auf einen zeitgemäßen, sinnvollen, effektiven und gleichen Schutz. Der Österreichvergleich zeigte dabei, dass Jugendschutz sehr unterschiedlich interpretiert wird, Kärnten aber bereits eine Vorreiterrolle in Sachen Jugendschutz übernommen hat."

SP-Jugendsprecherin LAbg. Beate Prettner sicherte der Arbeiterkammer volle Unterstützung im Kampf gegen Alkopops zu. "Wir sind hier in Kärnten auf einem sehr guten Weg. Jugendreferentin Schaunig hat ihre Hausaufgaben bereits seit langem gemacht", so Prettner, die in dieser Frage ÖVP, BZÖ und FPÖ scharf kritisiert. Unzählige Male hätten die politischen Mitbewerber zugesichert, der Einstiegsdroge Alkopops den Kampf ansagen zu wollen, "bloß sind bis zum heutigen Tage nur Initiativen von der SPÖ gekommen, die Bundesregierung scheint sich vor der Alkopoplobby zu fürchten."
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Wie eine Studie vom Fonds Gesundes Österreich" zeigt, werden die Alkohol-Konsumenten hierzulande immer jünger. Erste Erfahrungen sammeln Jugendliche bereits mit elf Jahren, knapp zehn Prozent der 13-Jährigen haben schon mehr als 40 Mal Alkohol konsumiert. "Ready-to-drink"-Getränke mit hohem Zuckergehalt wie die seit einigen Jahren trendigen Alkopops begünstigen, für viele Jugendliche den erstmaligen Griff zur Flasche. Dabei bleibe es meist nicht, warnt Prettner, die Formen jugendlichen Alkohol-Konsums würden immer krasser und gingen bis zum so genannten Komatrinken. Prettner:"Als Ärztin weiß ich um die Gefahren, die mit diesem Umgang mit Alkohol verbunden sind und kann die Untätigkeit der Bundesregierung weder als Medizinerin noch als Mutter nachvollziehen."

Kaiser verwies zudem auf den Schweizer Kampf gegen Alkopops. "In der Schweiz haben sich nach der Einführung einer Sondersteuer auf Alkopops rasch Erfolge eingestellt", so Kaiser. Der Konsum von Alkopops sei von 39 Mio. Flaschen 2002 auf 16 Mio. Flaschen im Jahr 2004 zurückgegangen. Als positives Beispiel für Jugendschutzaktivitäten verwies Kaiser auf den Kärntner SPÖ-Ball "Die Rot". "In diesem Jahr wurden auf der ROT alkoholfreie Jugendgetränke von 1,20 Euro bis 1,50 Euro verkauft, während etwa Alkopops an Jugendliche gar nicht ausgeschenkt wurden und im übrigen das Vierfache der Jugendgetränke kosteten", so Kaiser. Der Erfolg gäbe den Veranstaltern Recht. "Auf der Veranstaltung amüsierten sich Tausende Kärntnerinnen und Kärntner darunter ein Großteil Jugendliche ohne Ausschreitungen und trotz oder vielleicht gerade wegen der strengen Handhabung des Jugendschutzes auf der ROT", bemerkte Kaiser abschließend.

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