Thumpser: Nahverkehr darf nicht zum verkehrspolitischen Spielball verkommen

Nahverkehrsinitiative für Niederösterreich bei Bus und Bahn

St. Pölten, (SPI) - "In der aktuellen Diskussion um die Finanzierung des Nahverkehrs bzw. die ‚Verländerung’ der Nebenbahnen droht der öffentliche Nahverkehr zum parteipolitischen Spielball zwischen Bundesländern und Bundesregierung zu verkommen", befürchtet der Verkehrssprecher der NÖ Sozialdemokraten, LAbg. Herbert Thumpser, weitere Verschlechterungen des Angebots. "37 Nebenbahnen, zwei Dutzend davon in Niederösterreich, sind gemäß Überlegungen der ÖBB Zusperrkandidaten. In NÖ haben mehr als 235.000 Menschen ihren Arbeitsplatz außerhalb ihres Wohnbezirkes. Bei einer weiteren Ausdünnung des Angebots werden noch mehr Pendler genötigt, nicht öffentliche Verkehrsmittel, sondern den Pkw zur Fahrt zu ihrem Arbeitsplatz zu benützen. Angesichts der ohnehin hohen Treibstoffpreise eine weitere finanzielle Belastung der Menschen", so Thumpser.****

Pendeln zum Arbeitsplatz wäre mit öffentlichen Verkehrsmitteln ab 20 Kilometer Fahrstrecke wesentlich billiger als mit dem Pkw - wenn es ein ausreichendes und attraktives Angebot gäbe. Während die Arbeitswege für Pendler immer teurer werden, hungert aber die Regierung den öffentlichen Verkehr finanziell aus. Seit dem Jahr 2001 zahlt die Regierung Jahr für Jahr weniger für den öffentlichen Verkehr. Das funktionierende Unternehmen ÖBB wurde in elf Unternehmen zerschlagen und damit die Kosten für Pendler in die Höhe getrieben. Für die Pendlerinnen und Pendler hat sich nichts verbessert: Es fahren nicht mehr Züge, es fahren keine moderneren Züge und pünktlicher sind die Züge auch nicht.

"Die SPÖ-NÖ fordert daher eine ‚Initiative Nahverkehr’, welche das Angebot ausweitet, die Fahrpläne attraktiviert und das Service verbessert, mehr Geld für einen zügigen Bahnausbau, ein Tarifstopp bei den ÖBB und steuerliche Entlastungen für Berufspendler. Bei der Infrastruktur brauchen wir vor allem eine Verlängerung der Wiener U-Bahnlinien nach NÖ, den Ausbau des innerstädtischen Nahverkehrs, ein Schnellbahn-Konzept für den NÖ-Zentralraum Krems-St. Pölten-Wilhelmsburg-Traisen sowie einen Ausbau der Pottendorfer-Linie für den Süden", so Thumpser abschließend.
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