Hoscher: Regierung degradiert Postversorgung zu Spekulationsobjekt

Börsegang bringt weitere Postamtsschließungen, Stellenabbau und macht Post zu Übernahmekandidaten

Wien (SK) - "Anstatt die Postdividenden in der Höhe von 40 bis 50 Millionen Euro per anno zweckgebunden zur Finanzierung ländlicher Infrastruktur in benachteiligten Regionen zu verwenden, bereitet diese Regierung vor ihrer Abwahl parteipolitisch motiviert einen Börsegang vor, obwohl mehrere Umfragen eindeutig belegen, dass die Österreicherinnen und Österreicher mehrheitlich gegen einen Verkauf der Post sind", kritisierte SPÖ-Abgeordneter Dietmar Hoscher, Mitglied des SPÖ-Wirtschaftskompetenzteams, den heutigen Ministerratsbeschluss zur Privatisierung der Post. Auch die Bedenken, Ängste und Sorgen der Belegschaft werden offensichtlich negiert, nachdem für keinen einzigen von der Belegschaftsvertretung aufgeworfenen Punkt, weder von Finanzminister Grasser noch seinem Staatssekretär Finz, konkrete Lösungen für die Zukunft der österreichischen Post und ihre Belegschaft vorgelegt werden konnte. ****

"Dieses hervorragende Unternehmen, das 27.000 Menschen Arbeit in unserem Land gibt, und das bei den Menschen in unserem Land eine hohe österreichische Identiät schafft, steht wie schon bei einigen Privatisierungsmaßnahmen dieser Regierung vor eine Entscheidung gegen die österreichische Bevölkerung und gegen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter", so Hoscher.

Unter Berücksichtigung der objektiven Sachlage, der Meinung der Bevölkerung, sowie der Belegschaft müsse diesem bedeutenden Auftraggeber der klein- und mitteltständischen Wirtschaft in unserem Land die Möglichkeit der seriösen Vorbereitung auf einen voll liberalisierten europäischen Markt zugestanden werden, um eine zukunftsfähige Weiterentwicklung für eine volle Wettbewerbsfähigkeit sicherzustellen. Dadurch wäre auch eine Gewährleistung der Infrastruktur - vor allem auch für den Tourismus und die benachteiligten Gebiete im ländlichen Raum - sichergestellt, unterstrich der SPÖ-Abgeordnete.

"Eine solide Postversorgung unseres Landes wäre in einer österreichischen Infrastrukurholding sichergestellt und nicht in einem parteipolitisch motivierten Börsegang", schloss Hoscher. (Schluss) ns

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