BO Amann zum Postbörsegang: Eile kostet nur Geld und ist nicht notwendig!

Vor Privatisierung muss Liberalisierung kommen!

Wien (OTS/RFW) - Prinzipiell werde jede Privatisierung von ihm positiv aufgenommen, so der freiheitliche Wirtschaftssprecher im Vorarlberger Landtag und RFW-Bundesobmann, KO Ing. Fritz Amann, in einer ersten Reaktion auf den Börsegang der Post. Diese müsse aber im richtigen Zeitpunkt erfolgen und der scheint derzeit nicht gegeben zu sein.

Amann dazu: "So wie es im Moment ausschaut plant die Regierung wieder einmal einen Schnellschuss, um von der Tatsache abzulenken, dass sie die Weltmeister im Schulden machen ist. Nach der peinlichen Veröffentlichung des Rekordschuldenstandes durch den Staatsschuldendienst, versucht man nun mit einem übereilten Börsegang der Post, Geld in die marode Staatskasse zu bringen. Das ist der falsche Weg, wenn gleich die Privatisierung der Post wirklich Sinn macht und vom RFW auch immer gefordert wurde."

"Speed kills", daher sollte man, einen solchen wichtigen Börsegang eines Volksunternehmens professioneller und damit richtig angehen. Zuerst müsse unbedingt die Liberalisierung des Postdienstes erfolgen. Nur in einem vom Wettbewerb bestimmten Markt kann der echte Wert eines Unternehmens so richtig erkannt werden. Wenn es also das Ziel sei, die Post AG zur Volksaktie werden zu lassen, dann müsse sie sich erst im freien Wettbewerb beweisen, so der RFW-Bundesobmann.

Nachdem er der Bundesregierung nicht unterstellen möchte, auf dem Rücken von Kleinaktionären schnell Geld zu machen, erwarte er sich den Börsengang der Post zu verschieben und zwar solange, bis das Unternehmen fit für den Kapitalmarkt sei. Damit könne man sich eine ähnliche Pleite, wie Deutschland mit der Telekom ersparen, wo zwar schnell gute Kasse gemacht, dann aber Milliarden an Volksvermögen vernichtet wurden, was auf Kosten der Kaufkraft gegangen sei. Die "Volksaktie Post" werde nur dann ein Renner für die Anleger, wenn man das Unternehmen für die Börse fit macht, statt auf Teufel komm raus das Familiensilber zu verscherbeln, so der FP-Wirtschaftssprecher und RFW-Bundesobmann, KO Ing. Fritz Amann, abschließend. (Ende)mb

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