Lunacek: Konflikt mit Iran muss mit politischen Mitteln gelöst werden

Blair hat offenbar aus dem Krieg mit dem Irak nichts gelernt

Wien (OTS) - "Der Konflikt mit dem Iran muss mit politischen nicht mit militärischen Mitteln gelöst werden", reagiert Ulrike Lunacek, außenpolitische Sprecherin der Grünen, auf die Drohung des britischen Premierministers Blair, er schließe eine Militäraktion gegen den Iran nicht aus. In den Irak sei man unter dem Vorwand einmarschiert, dass dieser Massenvernichtungswaffen besitze, was sich als plumpe Fehlinformation zum Zwecke der Kriegshetze herausgestellt hat. "Nun dem Iran zu drohen, obwohl es dort derzeit nachweislich keine Atomwaffen gibt, zeigt nur, dass Blair aus dem verunglückten Irak-Krieg nichts gelernt hat. Ein Krieg gegen den Iran würde die gesamte Region nur noch weiter destabilisieren", so Lunacek.

Schüssel müsse nun als Ratspräsident klarstellen, dass der Konflikt mit dem Iran von den Europäern nur mit politischen und nicht militärischen Mitteln gelöst werden muss. "Sinnvoll wäre es auch, wenn die EU-Atommächte England und Frankreich bei der Atom-Abrüstung mit gutem Beispiel vorangingen, anstatt weiter aufzurüsten", so Lunacek.

Rückfragen & Kontakt:

Die Grünen, Tel +43-1-40110-6707, presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0006