BM Haubner: Gewalt in der Familie bekämpfen

Wien 2006-01-11 (BMSG/OTS) - "Die Tragödie von Mauerbach ist unfassbar, aber wir müssen uns auch vor Augen halten, dass in Österreich 2,3 Millionen Familien mit Kindern überwiegend gewaltfrei zusammen leben. Die größte Chance solche Unglücke zu vermeiden, sehe ich darin, sich rechtzeitig kompetente Hilfe, Unterstützung oder auch Schutz zu holen, wenn man mit der eigenen Lebenssituation nicht mehr zu Rande kommt. Hier sind alle gefordert - die Betroffenen selbst, aber auch das gesamte Umfeld, denn Gewalt in der Familie ist keine private Angelegenheit", betonte heute Familienministerin Ursula Haubner.

Das Sozialministerium bietet hier viele Anlaufstellen, die sich anonym und kompetent um Prävention, Beratung, Schutz in Kinderschutzzentren, aber auch Intervention und Mediation kümmern. Die Beratung ist absolut notwendig, über 40.000 Beratungsgespräche werden allein in diesem sensiblen Bereich jährlich geführt. "Gerade bei Kindern und Jugendlichen ist dies unbedingt notwendig, das zeigen uns die 104.500 Anrufe bei Rat auf Draht allein im Dezember 2005", so Haubner. Insgesamt gibt es österreichweit 83 Familienberatungsstellen mit Schwerpunkt Gewalt, davon 21 Beratungsstellen im Umfeld von Kinderschutzzentren und Frauenhäusern und 8 Männerberatungsstellen für Gewalttäter. Speziell für Männer existiert zusätzlich noch eine Täterhotline. "Wichtig ist rechtzeitig die angebotene Hilfe in Anspruch zu nehmen. Unter der österreichweit kostenlosen Telefonnummer 0800 240 262 kann jeder die für ihn passende Anlaufstelle erfragen", betonte Familienministerin Haubner abschließend.

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