Ärzte in Verhandlungen mit SVA noch weit auseinander

Kurienobmann Pruckner: "Patienten wollen Versorgung auf neuem Niveau - nur Einsparung kann nicht das Ziel einer Kassenfusion sein"

Wien (OTS) - Die Vertragsverhandlungen mit der SVA über einen
neuen Tarifvertrag gestalten sich derzeit schwierig, berichtete Mittwoch der Obmann der Bundeskurie Niedergelassene Ärzte in der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK), Dr. Jörg Pruckner, anlässlich der aktuellen Berichterstattung über die bevorstehende Fusionierung der Sozialversicherung der Gewerbetreibenden (SVA) und der Sozialversicherung der Bauern (SVB). Nach dem aktuellen Verhandlungsstand sei man bislang noch weit entfernt von dem seitens des Verhandlungsführers der SVA, Karl Heinz Kopf, gestern angekündigten "modernen, neuen" Tarifvertrag, so Pruckner in einer Aussendung.

"Wir sind dabei, die Positionen abzustecken. Es muss aber der SVA klar sein, dass nicht ausschließlich ökonomische Aspekte Sinn einer Neuordnung der Kassen sind. Die Patienten erwarten, dass auch die Versorgung mit der Fusion auf neue Beine gestellt wird, dass sie Verbesserungen bringt. Dafür verhandelt die Ärztekammer", entgegnete Pruckner eine Äußerung Kopfs im gestrigen ORF-Morgenjournal, wonach es der Kasse ihrerseits auch "um Einsparungen" gehe.

Zwar sei es das erklärte Ziel der SVA, die Versicherungsbeiträge für die Gewerbetreibenden im Zuge der Zusammenlegung mit der SVB zu senken. "Es kann aber nicht sein, dass man als Wahlzuckerl für die Wirtschaft die Senkung von Beiträgen auf dem Rücken der Ärzte austrägt und versucht, sich das Geld über die Ärztehonorare wieder hereinzuholen", so Pruckner.

In der Vergangenheit habe die SVA ihre Innovationskraft durch das Ermöglichen neuer Leistungen durchaus unter Beweis gestellt.

"Die SVA-Versicherten werden wohl kaum Verständnis dafür aufbringen, wenn die Versicherung nun von dieser Linie abweicht und die Gegenrichtung einschlägt. Sparen allein ist als Grundgedanke für einen neuen Vertrag jedenfalls zu wenig", sagte Pruckner abschließend.

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