Grüne Wien: Wien handelt bei nichtdeutschsprachigen SchülerInnen fahrlässig

Korun: "Für bessere Deutschkenntnisse führt kein Weg an mehr LehrerInnen vorbei"

Wien (OTS) - "Die Zukunft der Wiener SchülerInnen darf nicht der Sparpolitik von Bildungsministerin Gehrer geopfert werden", sagt die Integrationssprecherin der Grünen Wien, Alev Korun anlässlich der aktuellen Diskussion um Lehrer-Dienstposten für SchülerInnen mit nicht-deutscher Muttersprache.

Als das Bundesland mit den bundesweit höchsten Anteilen von muttersprachlich nicht deutschsprachigen SchülerInnen ist Wien gefordert, endlich mehr für die Förderung der Mehrsprachigkeit zu tun. "In Wien fehlen seit Jahren 1400 LehrerInnen. "Die Bundesregierung handelt unverantwortlich, indem sie in der Bildungspolitik eine Kahlschlagpolitik betreibt", so Korun. Fakt ist aber auch, dass die Wiener Landesregierung durch wiederholtes Zustimmen zum Bund-Länder-Finanzausgleich dieser Kahlschlagpolitik stillschweigend zustimmt., kritisiert Korun die Haltung der Wiener SPÖ.

Wenn die Hälfte der nicht deutschsprachigen SchülerInnen in der Volksschule in Wien in die Schule gehen, müsste die richtige Antwort darauf eine massive Aufstockung der BegleitlehrerInnen und der Förderstunden sein.

Auch die Bildungssprecherin der Wiener Grünen, Susanne Jerusalem, sieht die SPÖ lavieren statt Maßnahmen ergreifen zur Unterstützung der Kinder mit nicht-deutscher Muttersprache. "Obwohl der Bürgermeister selber mehrfach von einem Bedarf von 1400 LehrerInnen gesprochen hat, schlägt sich das weder im Wiener Budget für 2006 noch in anderen konkreten Maßnahmen des Stadtschulrats wider", kritisiert Jerusalem. "Wir fordern mindestens 700 zusätzliche LehrerInnen für Wien", so Korun und Jerusalem abschließend.

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