Moser zur Post: Börsegang kostet 400 Postämter und 2.000 Arbeitsplätze

Wien (SK) - Anstatt die österreichische Infrastruktur auf- und auszubauen, zerstöre die Regierung Schüssel eine Chance nach der anderen. Jetzt sei die Post dran, die der Bundeskanzler auf die Schlachtbank führen will, kritisiert SPÖ-Wirtschaftssprecher Johann Moser. Das Ergebnis dieser ÖVP-Politik seien "noch mehr Arbeitslose, noch schlechtere Versorgung und noch weniger Geld im Geldbörsel der Österreicher." ****

Der nächste Schritt im "Privatisierungs-Wahn" der ÖVP sei der Ausverkauf der Post an Spekulanten, die mit der Post-Aktie abcashen wollen. Auf Kosten der Menschen in den Regionen, auf Kosten der Mitarbeiter und auf Kosten des Unternehmens. Moser weiter: "Der Verkauf der Post bedeutet eine dritte Schließungswelle. Das heißt:
400 weitere Postämter werden geschlossen. Bis zu 2.000 weitere Arbeitsplätze werden abgebaut."

Seit 2001 wurden mehr als 1.050 Filialen geschlossen. Das ist fast jedes zweite Postamt. Mehr als 8.000 Mitarbeiter haben ihren Arbeitsplatz verloren. Moser: "Das ist die wahre Arbeitsmarktpolitik der ÖVP." Der Dividendendruck werde durch einen Verkauf über die Börse noch höher, der Druck der Aktionäre, Postämter zu schließen, werde daher sehr groß sein, sagt Moser.

Seit 2000 habe sich die Regierung Schüssel 570 Millionen Euro aus der Post als Dividenden ausgeschütten lassen. "Dieser Dividendenfluss zeigt, dass die Post auf dem richtigen Weg ist. Was sie jetzt braucht ist Stabilität und politische Verlässlichkeit", sagt Moser. Die Post dürfe daher nicht durch Schüssels Austrokapitalismus zerrieben werden, sondern habe öffentliche Interessen wahrzunehmen. "Eine flächendeckende Versorgung mit Universal-Postdienstleistungen zu leistbaren Preisen und gesicherter Finanzierung ist durch die Post sicherzustellen", bekräftigt Moser. Der Postraub soll nun weiter gehen. Moser: "Nicht die Post wird die Erlöse aus der Privatisierung bekommen, sondern das Geld wird wieder einmal zum Auffüllen der leeren Kassen verwendet werden. Damit wird der Post das Geld für weitere Expansion fehlen."

Die SPÖ will die Post als Leitbetrieb ausbauen und sie zu 100 Prozent in eine neu zu gründende Infrastrukturholding einbringen. Postunternehmen sind in den meisten Staaten im Bundesbesitz. Sogar in den USA ist der Staat der Eigentümer der Post, so Moser abschließend. (Schluss) se/mm

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