ACUS zu Bischof Laun: Diskriminierung von Menschen ist unchristlich

Wien (SK) - Die Arbeitsgemeinschaft Christentum und
Sozialdemokratie (ACUS) wendet sich gegen jede Diskriminierung von Homosexuellen und Menschen islamischen Glaubens, auch wenn sie von einem Bischof ausgesprochen wird. "Alle Kirchen sind klar und deutlich für die Religionsfreiheit und für den Respekt vor dem religiösen Glauben bzw. der Weltanschauung jedes Menschen. Geschmacklose Slogans, die Islam und Christentum gegeneinander ausspielen, waren bis jetzt nur den VertreterInnen des Rechtspopulismus vorbehalten, die das Christentum für ihre rassistische Politik missbrauchen. Ein Bischof wie Dr. Laun, der sich ähnlicher Schlagworte bedient, handelt unchristlich", betont der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christentum und Sozialdemokratie (ACUS) Richard Schadauer. ****

"Zur Homosexualität gibt es in den Kirchen und unter den Kirchen unterschiedliche Auffassungen. Wir als fortschrittliche Christinnen und Christen unterstützen jene Menschen in und außerhalb der Kirche, die für eine Gleichstellung von Homosexuellen eintreten. Entsprechende Bibelworte gegen Homosexualität sehen wir als zeitbezogen. Ein Christentum des 21. Jahrhunderts kann nicht Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung verurteilen", betont Schadauer.

"Die ACUS sieht in der Straffreiheit der Schwangerschaftsunterbrechung die einzig wirklich praktikable Möglichkeit, Frauen in Notsituationen zu unterstützen. Auch wenn dies in den Kirchen vielleicht noch eine Minderheitsposition ist, sind wir überzeugt, dass wer mit Verboten droht, Frauen nur den so genannten 'Engelmachern' in die Hände treibt. Daher sind wir als religiöse SozialistInnen und SozialdemokratInnen klar für die Fristenlösung und für eine Wirtschafts- und Sozialpolitik, die Eltern und Kindern auch ein menschenwürdiges Leben ermöglicht", sagt Schadauer.

Es sei lächerlich, in Österreich von einer angeblichen ChristInnenverfolgung zu reden. Es gebe inhaltliche Auseinandersetzungen, bei denen die Trennlinien nicht entlang der Konfessionsgrenzen, sondern auch innerhalb der Kirchen verlaufen, so Schaudauer abschließend. (Schluss) se/mm

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Alois Reisenbichler, Tel. 0664 39 51 809

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