Prammer: Hohe Teilzeitquote bei Frauen Ausdruck einer verfehlten Arbeitsmarktpolitik

Frauen brauchen Arbeit, von der sie leben können

Wien (SK) - Mehr als doppelt so viele Frauen wie Männer sind in Österreich geringfügig beschäftigt. "Das ist Ausdruck einer verfehlten Arbeitsmarktpolitik", sagte die Zweite Präsidentin des Nationalrates, SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Barbara Prammer und forderte endlich Maßnahmen. Frauen brauchen eine Arbeit, von der sie auch leben können, denn der Negativtrend setze sich ja bei den Pensionen fort. "Kein Wunder, dass die Frauenpensionen durchschnittlich nur 59 Prozent der Männerpensionen betragen, wenn viele Frauen nicht einmal die Möglichkeit haben, einen Vollzeitjob anzunehmen", sagte Prammer. Das sei auch der Grund dafür, dass Frauen zunehmend von Armut betroffen sind. ****

Die Gründe dafür seien seit langem bekannt: fehlende Kinderbetreuungseinrichtungen für die ganz Kleinen, fehlende Ganztagesschulen und die verfehlte Karenz- und Kindergeldregelung, die die Frauen vom Arbeitsplatz fern hält. "Dazu kommt, dass Frauen, die wegen der Kinder einen Teilzeitjob angenommen haben, oft nicht mehr die Möglichkeit bekommen, später wieder voll einzusteigen", erläuterte Prammer.

Prammer fordert die Umsetzung des von der SPÖ ausgearbeiteten Modells "Kindergeld plus", das Rückkehrrecht zu einem Vollzeitjob, von dem die Frauen auch leben können, 100 Millionen Euro für einen Bundesfrauenförderfonds für Umschulungs- und Qualifizierungsmaßnahmen außerhalb von AMS-Maßnahmen, sowie Schritte, die die Väter in die Verantwortung für ihre Kinder besser einbinden. (Schluss) wf/mp

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