Mohaupt: Informationspolitik der Pensionsversicherungsanstalt zur Pensionsanpassung 2006 unverständlich!

Die in Europa einmalige Pensionserhöhung von 2,5 % wird ungerechtfertigterweise schlecht gemacht

Wien (OTS) - Warum die Pensionsversicherungsanstalt ihre Versicherten nicht ausreichend informiert, ist für mich nicht nachvollziehbar", so Ing. Wilhelm Mohaupt, Bundesobmann-Stellvertreter des Österreichischen Seniorenbundes zur aufgeflammten Diskussion über eine aktuelle Aussendung der Pensionsversicherungsanstalt. "Die von der Bundesregierung beschlossene Erhöhung der Pensionen um 2,5 % wird durch die verspätete Reaktion der Pensionsversicherungsanstalt zu Unrecht in Misskredit gebracht", so Mohaupt weiter. Die Regelungen der Pensionserhöhung sind nicht neu, und die Pensionsversicherungsanstalt hatte genügend Zeit, ihre Versicherten ausreichend zu informieren.

"Es ist schade, dass durch die mangelhafte Informationspolitik der Pensionsversicherungsanstalt die österreichischen Pensionisten verunsichert werden, obwohl gerade in Österreich die Pensionen wertgesichert sind und im internationalen Vergleich überdurchschnittlich angehoben werden", präzisiert Mohaupt.

Zur Klarstellung hier die Pensionsanpassung 2006 im Detail: Ab 1.1.2006 werden grundsätzlich alle Pensionen bis 1.875 Euro mit der vollen Inflationsrate von 2,5 % abgegolten werden, darüber liegende werden mit einem Fixbetrag von 46,88 Euro erhöht. Ausnahmen gelten nur für knapp 110.000 Pensionisten und somit für nur 5 % der insgesamt mehr als 2 Millionen Pensionisten. Betroffen sind einerseits Neupensionisten, die 2005 in Pension gegangen sind - sie erhalten ihre erste Erhöhung ab 1.1.2007 (das ist eine Art Ausgleich dafür, dass seit Jahren die Einstiegspensionen höher liegen als bei den bisherigen Pensionisten). Und andererseits betrifft es jene, die 2004 in Pension gegangen sind und heuer erstmals den um 0,5 % erhöhten Krankenversicherungsbeitrag bezahlen müssen, was alle anderen natürlich bereits längst bezahlen müssen.

Diese Fakten sind der Pensionsversicherungsanstalt natürlich seit langem bekannt, warum sie ihre Versicherten nicht rechtzeitig davon informiert hat ist völlig unverständlich. Ebenso unerklärlich ist die Geheimhaltung der Nummer der Info-Hotline, die zwar laut Pensionsversicherungsanstalt in Kürze 1,7 Millionen Versicherten schriftlich bekannt gegeben werden soll, der Öffentlichkeit aber weiter vorenthalten wird.

Mohaupt: "Wenn die Pensionsversicherungsanstalt schon indirekt zugibt, ihre Versicherten über die Pensionserhöhung 2006 ungenügend informiert zu haben, wäre eine sofortige Bekanntgabe der Nummer wünschenswert, um die Pensionisten nicht zusätzlich zu verunsichern."

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