Schenner: Tourismus- und Freizeitwirtschaft sorgen für jeden fünften Arbeitsplatz

WIFO und Statistik Austria unterstreichen Bedeutung der Branche für Beschäftigung und Wertschöpfung: 750.000 Vollarbeitsplätze, 38,7 Milliarden an Wertschöpfung

Wien (PWK008) - "Jeder fünfte Vollarbeitsplatz in Österreich ist der Tourismus- und Freizeitwirtschaft zu verdanken. Die direkten und indirekten Beschäftigungseffekte aus dem touristischen Konsum sowie aus dem nicht-touristischen Freizeitkonsum am Wohnort ergeben nicht weniger als 750.000 Vollarbeitsplätze", unterstrich der Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschafskammer Österreich, Komm.Rat Hans Schenner, Dienstag Abend die außergewöhnliche Bedeutung der Branche als Beschäftigungsmotor.

Diese neuesten Zahlen zur Beschäftigungswirkung von Tourismus und Freizeitwirtschaft beruhen auf einer vom BMWA in Auftrag gegebenen Studie, deren Ergebnisse von den beiden Autoren, Dr. Peter Laimer (Statistik Austria) und Prof. Egon Smeral (WIFO), im Rahmen der traditionellen Neujahres-Pressekonferenz der Bundessparte präsentiert wurden.

"Diese Studie ist deshalb etwas besonderes, weil zum ersten Mal objektive Zahlen vorliegen, wie viele Menschen tatsächlich im weiten Bereich der Tourismus- und Freizeitwirtschaft Beschäftigung finden. Die Ergebnisse unterstreichen überdeutlich, welche wichtige Rolle die Branche zur Sicherung der Beschäftigung in Österreich leistet", betonte Schenner.

267.518 Vollzeitarbeitsplätze sind direkt den charakteristischen Tourismuszweigen zuzurechnen, das ist ein Anteil von 7,7 Prozent an den Erwerbstätigen der Gesamtwirtschaft.
456.450 Vollzeitäquivalente ergeben sich, wenn man direkte und indirekte Beschäftigungseffekte addiert (13,2 Prozent aller Erwerbstätigen). Aus dem nicht-touristischen Freizeitkonsum (Aufwendungen der Österreicher am Wohnort) entstehen weitere direkte und indirekte Beschäftigungseffekte im Ausmaß von rund 300.000 Arbeitsplätzen, was in Summe rund 750.000 Arbeitsplätze ergibt.

"Angesichts dieses Potenzials an Arbeitsplätzen in Tourismus und Freizeitwirtschaft müsste dies doch für viele eine konkrete Chance sein, einen attraktiven Arbeitsplatz zu finden. Immerhin finden ja auch Arbeitskräfte aus Deutschland den Weg zu uns", fasste der Tourismusobmann in Hinblick auf die aktuelle Arbeitsmarktdiskussion zusammen.

Beeindruckend ist auch der Beitrag zur Wertschöpfung. Der Studie zufolge hat die Branche im Jahr 2004 einen Wert von 38,7 Milliarden Euro erwirtschaftet. Im Detail belaufen sich die direkten und indirekten Wertschöpfungseffekte des Tourismus (ohne Dienst- und Geschäftsreisen) auf 20,88 Milliarden Euro; das sind rund 8,8 Prozent des BIP. Dazu kommt die Wertschöpfung aus dem nicht-touristischen Freizeitkonsum mit weiteren 17,8 Milliarden oder 7,5 Prozent des BIP. Der Beitrag der gesamten Tourismus- und Freizeitwirtschaft zum Bruttoinlandsprodukt liegt somit bei 16,3 Prozent.

Wie Tourismus-Experte Smeral vor der Presse erläuterte, konnten die herkömmliche Tourismusstatistik und die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung (VGR) die Vielfalt an volkswirtschaftlich relevanten Verflechtungen dieses Wirtschaftszweiges schon lange nicht mehr ausreichend wiedergeben. Um die monetäre Größenordnung der Tourismuswirtschaft besser zu erfassen, wurde deshalb, so Laimer und Smeral, ein "Tourismus-Satellitenkonto" eingerichtet. Dessen Umsetzung begann im Jahr 2001 (bezogen auf das Berichtsjahr 1999) im Rahmen eines gemeinsamen Projekts von Statistik Austria und WIFO im Auftrag des Wirtschaftsministeriums.

"Ab dem Berichtsjahr 2004 wurde die monetäre Betrachtungsweise um die Quantifizierung der direkten und indirekten Beschäftigungswirkungen erweitert. Damit können wir erstmals den Gesamtbeitrag der Tourismus und Freizeitwirtschaft zur Beschäftigung klar darstellen", fassten die Studienautoren zusammen. (hp)

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