Brinek zu Österreichs Bildungssystem: Vielfalt bringt Vorteil

Fakten sprechen für differenziertes Schulwesen und gegen Gesamtschule

Wien, 10. Jänner 2006 (ÖVP-PK) "Die große Vielfalt an Schultypen in Österreich und der hohe Level an vertikaler und horizontaler Differenzierung schaffen eindeutige Vorteile", so ÖVP-Wissenschaftssprecherin Abg.z.NR Dr. Gertrude Brinek heute, Dienstag. Der OECD-Länderbericht bestätige den Erfolg des differenzierten Schulwesens mit hohen Qualitätsstandards, Länder mit dreigliedrigen Schulsystemen lägen im Bericht in Führung. Hingegen gebe das von der SPÖ so oft gepriesene finnische Schulsystem, laut OECD, 25 Prozent weniger Geld pro Schüler aus und auch die finnischen Lehrer verdienen weit weniger als ihre österreichischen Kollegen. Letztlich hätten Kinder in Finnland auch um 20 Prozent weniger Pflichtunterrichtsstunden. ****

"Eine von der SPÖ geforderte Orientierung am finnischen System würde folglich die Kürzung von Bildungsbudgets, Lehrergehältern und Unterrichtsstunden bedeuten", betonte Brinek. Ironisch könne man auch auf Korea verweisen, das mit kaum unter 50 Schülern pro Klasse und anderen spektakulären Fakten PISA-Zweiter sei. "Die deutschen Bundesländer mit differenzierten Schulsystemen schneiden gegenüber Ländern mit einem Gesamtschulsystem auch bei PISA 2005 deutlich besser ab", so die ÖVP-Wissenschaftssprecherin weiter. So liege Bayern, das ein differenziertes Schulsystem habe, am ersten Platz. Länder mit Gesamtschulen hätten hingegen schlecht abgeschnitten. Bremen liege beispielsweise an letzter Stelle.

"Jene finnischen Ansätze, die als positiv zu bewerten sind, wie zum Beispiel Bildungsstandards, Autonomie an Schulen oder verpflichtende Sprachkurse für ausländische Schüler sind für Österreich nichts Neues und befinden sich im Umsetzungsprozess", so Brinek weiter. Eine Studie der WHO zeige außerdem, dass Österreich bei der Frage, "Fühlst du dich in der Schule wohl?", an dritter Stelle unter 34 Ländern liege. "Finnland ist weit abgeschlagen an letzter Stelle", so die ÖVP-Wissenschaftssprecherin.

Des Weiteren spricht sich eine deutliche Mehrheit gegen die Gesamtschule aus. 67 Prozent der Bevölkerung hätten sich 2005 für die Beibehaltung des differenzierten Schulsystems ausgesprochen. "Die Fakten sprechen schlicht für das gute differenzierte Schulwesen und gegen die Gesamtschule", betonte Brinek. "Im Übrigen gilt weiterhin, dass Qualitätsentwicklung Vorrang vor schulorganisatorischen Maßnahmen hat. Hier geht Ministerin Gehrer mit der Schaffung des Bundesinstitutes für Bildungsforschung den richtigen Weg", so die ÖVP-Wissenschaftssprecherin abschließend.

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