Blecha kritisiert Nullrunde für 120.000 Pensionisten

"Billige Tricks der Regierung werden von Pensionisten teuer bezahlt"

Wien (SK) - Der Präsident des Pensionistenverbands Österreichs (PVÖ), Karl Blecha, kritisiert die Nullrunde für rund 120.000 Pensionisten bei der Pensionsanpassung. Denn alle Personen, die im Vorjahr in Pension gingen, bekommen im laufenden Jahr keine Anpassung. Ein Beschluss der Regierungsparteien im Zuge der Pensionsreform 2003 sieht vor, dass die erste Anpassung erst im zweitfolgenden Kalenderjahr nach dem Pensionsantritt erfolgt. ****

"Mehr als Hunderttausend Pensionisten erleben wieder einmal eine böse Überraschung mit der Zustellung ihrer Pensionsbescheide", so Blecha am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Viele der Betroffenen müssten wegen der erhöhten Krankenversicherungsbeiträge sogar eine Nettokürzung in Kauf nehmen. Die Nichtanpassung im zweiten Pensionsjahr kostet jeden Pensionisten durchschnittlich 300 Euro pro Jahr, erläuterte Blecha.

"Die billigen Tricks der Regierung haben die Pensionisten mit dauerhaften Pensionskürzungen teuer zu bezahlen", kritisierte der PVÖ-Präsident. Denn die nicht erfolgte erste Pensionsanpassung senkt die Pensionen über die gesamte Bezugsdauer, weil jede weitere Anpassung von einer zu niedrigeren Basis ausgeht.

Blecha verlangt in dem Zusammenhang, dass Sozialministerin Haubner mit den Seniorenvertretern Verhandlungen aufnimmt. (Schluss) wf

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