Brosz: Gehrer festigt Ruf als Ankündigungspolitikerin auch bei EU-Ratsvorsitz - Kritik an Ignoranz gegenüber Studienergebnissen

Überlanges Zuwarten in schwierigen Fragen bis nur mehr wenig zu verbessern ist, ist 'Gehrer-Klassiker'

Wien (OTS) - "BMin Gehrer festigt ihren Ruf als Ankündigungspolitikerin, die in Wahrheit nichts oder fast nichts umsetzt. Wie schon für das österreichische Bildungssystem hat sie auch für den EU-Ratsvorsitz eine wilde Mischung von Punkten angekündigt. Es ist nicht nachvollziehbar, was oder wie viel davon jemals umgesetzt wird", reagiert der Bildungssprecher der Grünen, Dieter Brosz, auf Gehrers heutige Aussagen.

Es gäbe laufend internationale Erkenntnisse im Bildungsbereich; aktuell z.B. die Erkenntnis, dass das österreichische Schulsystem viel zu früh in AHS und Hauptschule trenne. "Anstatt wirkungsvoll gegen die höchst problematischen Sozialprobleme aufgrund der frühen Trennung vorzugehen, stellt Gehrer die Studienergebnisse einfach in Abrede", ergänzt Brosz.

"Überall dort, wo Handeln oder gar rasches Handeln gefragt ist, wartete Gehrer so lange zu, bis nur mehr behelfsmäßig oder wenig an der Situation zu verändern oder zu verbessern ist. So wird der Umgang mit der EuGH-Entscheidung zum freien Hochschulzugang als 'Gehrer-Klassiker' in die Annalen eingehen", so Brosz.

"Gehrer sollte mittlerweile dazu gelernt haben: Es ist klüger, nicht zahl- und wahllose Ankündigungen hinaus zu posaunen, sondern sich auf einige Punkte zu konzentrieren und diese dann auch umzusetzen", so Brosz, und abschließend: "Insgesamt ist zu befürchten, dass die Bilanz ihres Ratsvorsitzes ähnlich bescheiden ausfallen wird wie ihre Amtszeit als österreichische Bildungsministerin."

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